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229 Tote namenlos beerdigt! Hunderte könnten nie identifiziert werden

229 Tote namenlos beerdigt! Hunderte könnten nie identifiziert werden
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Kathmandu (Nepal) – Sie wurden kilometerweit von den Wassermassen mitgerissen, gegen Felsen und Trümmer geschleudert. Jetzt stehen die Helfer nach der verheerenden Sturzflut in Nepal vor einer weiteren gewaltigen Aufgabe: Hunderte Tote müssen identifiziert werden. Doch viele Leichen sind so schwer entstellt, dass sie vielleicht nie identifiziert werden können.

Mindestens 626 Leichen wurden nach Angaben der nepalesischen Polizei bis Samstag geborgen. Mehr als 2400 Menschen gelten allein in Nepal noch als vermisst. Auf chinesischer Seite kamen weitere Menschen ums Leben, 554 werden vermisst.

Besonders dramatisch ist die Lage im Distrikt Chitwan. Dort wurden 233 Tote und menschliche Überreste geborgen. Weil viele Leichen bereits verwesen und Kühlmöglichkeiten fehlen, hat die Beerdigung nicht identifizierter Opfer begonnen. Nach Angaben des nepalesischen Nachrichtenportals „Nepal News“ waren 229 der Toten zunächst ohne Namen. Vor der Bestattung werden DNA-Proben genommen und Identifikationsnummern vergeben.

Flut schleuderte Opfer 100 Kilometer weit

Die Sturzflut war am Mittwoch nach einem Gletscherabbruch durch das Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet gerast. Wasser, Schlamm und Geröll zerstörten ganze Ortschaften und Brücken.

Viele Opfer wurden rund 100 Kilometer weit bis in die Ebene geschwemmt, sagte Nepals Außenminister Shisir Khanal der Nachrichtenagentur Reuters. Dort seien die Krankenhäuser inzwischen mit der Aufbewahrung der Leichen überlastet.

Helfer bergen Körperteile

Wie schwierig die Identifizierung ist, zeigt eine Recherche der nepalesischen Zeitung „Kathmandu Post“. Einsatzkräfte bergen demnach entlang der Flüsse auch abgetrennte Gliedmaßen und Teile von Oberkörpern.

Allein im Distrikt Nawalparasi East wurden 154 Tote geborgen. Bei 49 von ihnen konnten die Behörden laut „Kathmandu Post“ wegen Verwesung oder schwerer Verstümmelungen nicht einmal mehr das Geschlecht feststellen. Die Ermittler suchen deshalb nach Kleidung, Schmuck, Fingerabdrücken und Tätowierungen. Ist eine Identifizierung so nicht möglich, bleibt ein DNA-Test die letzte Hoffnung.

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