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Alle fünf Jagd-U-Boote der Royal Navy wegen Wartungsstau nicht einsatzbereit

Alle fünf Jagd-U-Boote der Royal Navy wegen Wartungsstau nicht einsatzbereit
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London – Tiefgehender Engpass bei der Royal Navy! Wie das Portal „19FortyFive“ berichtet, hat die britische Marine mit einem U-Boot-Problem zu kämpfen: Ende Juni hätten zeitweise alle fünf einsatzbereiten Jagd-U-Boote Großbritanniens auf einmal im Hafen gelegen. Der Grund: massive Werftengpässe – es herrscht Wartungsstau!

Bei den betroffenen Booten handelte es sich um die HMS Astute, Ambush, Artful, Audacious und Anson. Die Abkürzung HMS wird für die meisten Schiffe der Royal Navy verwendet; sie steht für „His Majesty's Schiff“, also „Schiff seiner Majestät“.

Bei allen fünf Booten standen Instandsetzungsarbeiten an. Teilweise sind die Wartungsarbeiten abgeschlossen, doch nicht alle U-Boote waren sofort wieder einsatzbereit. Die „Artful“ zum Beispiel war seit 2023 gar nicht mehr auf See, berichtet das Portal.

Warum die Werften überlastet sind

Wenn Kapazitäten und Techniker knapp sind, haben U-Boote der Vanguard-Klasse Vorrang. Das blockierte die Reparaturplätze für die wichtigen Jagd-U-Boote: Derzeit sind nur drei entsprechende Anlagen im Dienst, nämlich die Schiffshebeanlage am Stützpunkt Faslane sowie die Becken 9 und 15 am Standort Devonport. Zu wenige Hebeeinrichtungen für zu viel Reparaturbedarf. „19FortyFive“ berichtet, dass ein weiteres Devonport-Dock für 750 Millionen Pfund erneuert (rund 888 Millionen Euro) wird. Es soll 2027 fertig werden.

Laut der „Times“ blieben seit 2018 Maßnahmen für über 500 Millionen Pfund (rund 590 Millionen Euro) unerledigt. Neben Hallen fehlen Ingenieure, Schweißer, Prüfer und Ersatzteile. Problematisch: Ende 2024 hatte das Militär das letzte ältere Modell der Trafalgar-Reihe ausgemustert.

Darum ist der U-Boot-Stau ein Problem für die Royal Navy

Der Wartungsstau ist ein Problem für die britische Navy. Wie der parlamentarische Verteidigungsausschuss mitteilte, warteten einzelne Einheiten über zwei Jahre auf Arbeiten. Die Abgeordneten warnten im April 2026, dies bedrohe britische Aufgaben im Atlantik sowie im Indopazifik.

Denn eigentlich sollen die betroffenen U-Boote feindliche Unterseeboote jagen, Aufklärung betreiben und Flugzeugträger absichern. Zudem können sie Tomahawk-Marschflugkörper nutzen.

US Navy versenkte mit Briten altes Kriegsschiff im Atlantik

Zuletzt hatte die britische Royal Navy die US Navy bei einer spektakulären Übung vor der schottischen Küste unterstützt. Bei dem Manöver „Atlantic Thunder 2026“ versenkten die Streitkräfte das ausgemusterte US-Kriegsschiff „USS Klakring“. Das Wrack liegt nun in rund 1800 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund.

Mit Übungen dieser Art wollen die Alliierten zum einen ihre Systeme unter realistischen Bedingungen testen, zum anderen Abschreckungssignale senden.

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