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Ansturm auf Abfindungsprogramm: Plötzlich wollen alle BMWeg ...

Ansturm auf Abfindungsprogramm: Plötzlich wollen alle BMWeg ...
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München – Mit diesem Andrang hatte BMW offenbar nicht gerechnet! Der Autobauer will Tausende Stellen streichen und lockt Mitarbeiter dafür mit freiwilligen Abfindungen. Doch das Angebot kommt offenbar so gut an, dass der Konzern sein Aufhebungsprogramm vorerst auf Eis legen musste. Plötzlich wollen alle BMWeg ...

Nach Angaben von Mitarbeitern gegenüber dem Bayerischen Rundfunk wurde das interne Portal bereits nach wenigen Tagen vorübergehend geschlossen. Zuvor soll die Plattform wegen der vielen Zugriffe zeitweise nicht erreichbar gewesen sein. Erst einmal müssen offenbar die zahlreichen Anfragen abgearbeitet werden. Der Grund für den Run dürfte auf der Hand liegen: Für manche Beschäftigte geht es um richtig viel Geld!

Auf dem Portal konnten sich Mitarbeiter ihr persönliches Abfindungsangebot berechnen lassen. Die Höhe richtet sich vor allem nach Einkommen und Dauer der Betriebszugehörigkeit. Langjährige, ältere Beschäftigte mit höheren Gehältern sollen dem Bericht zufolge teilweise mehrere Hunderttausend Euro angeboten bekommen haben. BMW selbst sagt nichts zu den Abfindungssummen, bestätigt aber das große Interesse der Mitarbeiter. Das Angebot sei nach dem Versand der persönlichen Konditionen auf eine hohe Nachfrage gestoßen.

Abfindungen kosten BMW Hunderte Millionen

Fakt ist: Billig wird der Personalabbau für BMW zunächst nicht. Der Konzern rechnet mit Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Langfristig soll sich der Schritt allerdings auszahlen: Ab 2028 erwartet der Vorstand dadurch jährliche Einsparungen von rund einer Milliarde Euro.

BMW will Unternehmenskreisen zufolge bis Ende 2027 bis zu 8000 Stellen abbauen. Betroffen sind vor allem die Bereiche Verwaltung, Forschung und Entwicklung. Ein Grund: Nach dem Anlauf der ersten Modelle der neuen Technologie- und Fahrzeuggeneration „Neue Klasse“ werden weniger Entwickler benötigt. Gleichzeitig setzt BMW stärker auf Künstliche Intelligenz und will effizienter werden.

Hinzu kommt die Krise der Autoindustrie. Vor allem auf dem wichtigen China-Markt hat sich die Talfahrt zuletzt verschärft. Auch bei BMW geraten Absatz und Gewinne unter Druck. Neben freiwilligen Aufhebungsverträgen setzt der Autobauer auf Altersteilzeit und natürliche Fluktuation. Doch ausgerechnet die offenbar begehrten Abfindungen könnten den Sparkurs jetzt beschleunigen: Wenn der Ansturm anhält, könnte BMW sein Ziel beim Abbau von Jobs deutlich früher erreichen als bislang geplant.

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