Hechingen (Baden-Württemberg) – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B27 ist einem Bericht der Schwäbische Zeitung zufolge der CDU-Politiker Thomas Bareiß schwer verletzt worden. Bareiß werde aktuell notoperiert und befinde sich in Lebensgefahr, so die Zeitung unter Berufung auf „gesicherte Informationen“. Eine offizielle Bestätigung dazu liegt nicht vor. Der CDU-Vorstand sei aber bereits über den Unfall informiert.
Bareiß gehört seit 2005 dem Deutschen Bundestag an und vertritt den Wahlkreis Zollernalb–Sigmaringen. Von 2018 bis 2021 war er Parlamentarischer Staatssekretär unter dem damaligen Wirtschaftsminister Peter Altmaier (68, CDU) und war unter anderem für Energiepolitik, Mittelstand und Tourismus zuständig. Von 2018 bis 2021 war er ebenfalls Tourismusbeauftragter der Bundesregierung.
Nach Angaben der Polizei stieß sein Wagen am Vormittag in Fahrtrichtung Balingen mit einem anderen Fahrzeug zusammen. Die Ursache des Unfalls ist bislang unklar, die Polizei ermittelt. Bareiß saß laut Bericht am Steuer und wurde in seinem Wagen eingeklemmt, von der Feuerwehr befreit und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Mit Rettungshubschrauber in Klinik
An der Unfallstelle deute alles darauf hin, dass sich das Fahrzeug des Schwerverletzten überschlagen hat. Das Auto kam auf der Seite liegend am Fahrbahnrand zum Stillstand. In dem zweiten Wagen wurden nach Polizeiangaben drei weitere Menschen leicht verletzt. Die B27 wurde im Bereich der Unfallstelle gesperrt. Die Strecke war erst am frühen Nachmittag und nur einspurig wieder passierbar. Weitere Einzelheiten will die Polizei am Montag bekannt geben.
Bareiß zählte zu den frühen Unterstützern von Friedrich Merz (CDU, 70) und seinem politischen Comeback. Im Zuge der Aserbaidschan-Affäre geriet auch er wegen seiner Kontakte zu dem autoritären Regime in die Kritik. Nach dem Regierungswechsel erkrankte er an einer Depression und zog sich mehrere Wochen zur Genesung in ein Kloster nach Jerusalem zurück.
Seine Frau, Andrea Verpoorten, war 2022 kurzzeitig Büroleiterin von Friedrich Merz in der CDU-Parteizentrale in Berlin. Allerdings endete die Zusammenarbeit nach nur wenigen Wochen. Verpoorten stammt aus der Eierlikör-Dynastie.