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Bus-Rambo vor Gericht: „Ich wollte zu Sophie nach Buxtehude“

Bus-Rambo vor Gericht: „Ich wollte zu Sophie nach Buxtehude“
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Stuttgart – Seine Amokfahrt führte ihn in einem Zwölf-Tonnen-Koloss quer durch Deutschland. Dominik H. (22) raste mit einem geklauten Linienbus über rote Ampeln. Er rammte Autos und Leitplanken. Erst nach 500 Kilometern endete die wilde Tour. Jetzt steht der Bus-Rambo vor Gericht. Der nach eigenen Aussagen zu einer Internet-Bekanntschaft wollte.

Vor dem Landgericht Stuttgart begann jetzt der Prozess gegen einen Fahrraddieb, der von Drahteseln auf Linienbusse umsattelte. Dominik H. ist angeklagt wegen Diebstahls, Körperverletzung, Fahrerflucht und mehr. Derzeit ist er in einer Psychiatrie untergebracht. Kurz vor der Verhandlung hatte er dort randaliert. Deshalb blieb er gefesselt und wurde von vier Beamten bewacht.

Schlüssel lagen neben dem Fahrersitz

Die Anklage klingt wie der Showdown aus einem Action-Film. Laut Staatsanwaltschaft dringt der Arbeitslose nachts (10. Juli 2025) ins Bus-Depot der Deutschen Bahn in Ludwigsburg ein. Er öffnet die Tür und findet die Fahrzeugschlüssel. Sofort rammt er einen Pfeiler, fährt danach kreuz und quer durch Baden-Württemberg.

In der nächsten Nacht kommt er wieder ins Bus-Depot, stiehlt einen weiteren, 150.000 Euro teuren Linienbus. Mit dem fährt er über die A5 und A3 nach Nordrhein-Westfalen. Auf der A43 walzt er 30 Meter Leitplanke um. Weitere Unfälle folgen: Um 16.06 Uhr fällt der Bus in Greven auf, die Polizei wird alarmiert. Dominik H. gibt Gas, überfährt vier rote Ampeln, rast mit 85 km/h an einem Kindergarten (Tempo 30) vorbei und rammt zwei Autos.

Täter lernte Sophie im Internet kennen

Die Chaos-Fahrt geht weiter: Mit Dutzenden Streifenwagen im Nacken rumpelt Dominik H. über die A1 auf die A30 Richtung Holland. Polizeibeamte legen Nagelsperren, der Bus bekommt platte Reifen. Der Täter wirft Glasflaschen und einen Feuerlöscher aus dem Bus in Richtung Polizei. Schließlich kracht das Fluchtfahrzeug in die Leitplanke, Dominik H. wird festgenommen.

Vor Gericht sagt er: „Ich wollte zu Sophie nach Buxtehude.“ Er habe sie im Internet kennengelernt. Seine Anwältin bestätigt gegenüber BILD, dass es die junge Frau wirklich gibt. Ein Urteil ist für den 18. November geplant.

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