Der Norden schnuppert bereits am Frühherbst, der Süden hält noch am Spätsommer fest – am Mittwoch wird Deutschland beim Wetter regelrecht zweigeteilt: Die Temperaturunterschiede liegen bei rund zehn Grad. Es wird der kälteste Tag der Woche! Doch zum Glück geht dem Sommer nur kurz die Puste aus. Danach steigt das Thermometer wieder.
Klimatologe Dr. Karsten Brandt zu BILD: „Im Süden kann es Schauer geben. Die Temperaturen liegen in München bei 28, in Karlsruhe bei 29 Grad. Doch nördlich der Mittelgebirge wird es deutlich kühler. In Hamburg werden nur 18 und in Berlin 20 Grad erreicht.“
„Eine Störungsfront zieht über Deutschland“
Da lohnt sich bei diesem Temperaturrückgang der Griff zur Jacke und zum Regenschirm, der Hochsommer legt eine Pause ein. „Eine Störungsfront zieht über Deutschland und bringt vor allem in einem breiten Streifen zwischen Nordrhein-Westfalen und Sachsen kräftigen, teils länger anhaltenden Regen. Nach Norden und Süden hin lockern die Wolken dagegen häufiger auf, dann zeigt sich zwischendurch auch die Sonne“, so Meteorologe Dominik Jung zu BILD.
Zwar beginnt der meteorologische Herbst erst am 1. September. Doch ganz schwache Anzeichen zucken in Deutschland schon auf. Wetter-Experte Jung: „In den Nächten kündigt sich die neue Jahreszeit langsam an: Bei aufgelockertem Himmel kühlt es verbreitet auf 10 bis 15 Grad ab, in einzelnen Tälern und im Bergland sind sogar einstellige Werte drin.“
Warnung vor Feinstaub in der Luft
Aber keine Sorge: Ab Donnerstag wird es wieder wärmer. Doch Wetter-Experte Brandt warnt auch vor starken Geruchs- und Feinstaubbelastungen in einigen Regionen von Nordrhein-Westfalen. Durch den Waldbrand an der deutsch-belgischen Grenze sind die Werte angestiegen. Brandt: „Ich empfehle Asthmatikern und empfindlichen Personen, sich lieber in den Wohnungen aufzuhalten. Es besteht ein Gesundheitsrisiko. Auch Sportler sollten ihr Training lieber verschieben.“