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Drohnen: China beliefert Russland UND die Ukraine für den Krieg

Drohnen: China beliefert Russland UND die Ukraine für den Krieg
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Kiew/Peking – Wenn zwei Krieg führen, verdient der Dritte. Diese bittere Wahrheit zeigt sich auch im Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Sowohl Moskau als auch Kiew sind bei wichtigen Drohnenteilen auf Peking angewiesen – und Unternehmen aus der Volksrepublik verdienen auf beiden Seiten. Es kommt sogar noch dicker: Nach einem Bericht der britischen „Financial Times“ bezahlt die Ukraine die Teile aus China künftig sogar mit EU-Geld.

Ukraine darf Peking sogar mit EU-Geld bezahlen

Wie die Zeitung berichtet, erteilte Brüssel gerade eine Ausnahmegenehmigung. Die Ukraine darf für zunächst 5,9 Milliarden Euro chinesische Komponenten beschaffen, weil bestimmte Teile weder in der EU noch bei Partnern wie Kanada oder Großbritannien in ausreichender Menge verfügbar sind. Dabei will die EU ihre Abhängigkeit von China doch eigentlich verringern.

Auch mit Russland ist China dick im Geschäft. Bereits für die Jahre 2023 und 2024 sind Lieferungen im Wert von mindestens 63 Millionen Dollar (55 Millionen Euro) belegt, ergaben Recherchen des „Telegraph“ (gehört wie BILD zu Axel Springer). Geliefert wurden unter anderem Motoren, Mikrochips, Kohlefaser, Glasfaser, Batterien und andere Schlüsselkomponenten. Rund ein Viertel der Summe entfiel auf Firmen aus dem Umfeld der russischen Shahed-Drohnen-Produktion.

Westliche Bauteile kommen über China nach Russland

Besonders brisant: Über China gelangen nicht nur dort produzierte Bauteile nach Russland. Auch Komponenten westlicher Hersteller sollen über Unternehmen aus der Volksrepublik ihren Weg nach Russland finden – obwohl sie aufgrund von Sanktionen und Exportbeschränkungen nie dort landen dürften. Die Chinesen sind Vermittler und Zwischenhändler.

Wie die „Ukrajinska Prawda“ berichtet, organisieren sie die Geschäfte häufig über Briefkastenfirmen in Hongkong und nutzen verschachtelte Zahlungswege. Als ukrainische Angriffe wichtige russische Produktionsstätten beschädigten, sprangen sofort chinesische Anbieter ein. Einige erhöhten dabei ihre Preise – teils um das Zwei- bis Dreifache. Russische Käufer zahlten dennoch, weil die Technik anders nicht zu beschaffen ist.

Politikwissenschaftler Thomas Jäger (65) sagt zu BILD: „Sollte sich der Bericht der ,Financial Times‘ bestätigen, wäre das ein weiterer Beleg dafür, dass China ein großes Interesse an der Fortführung des Krieges hat.“

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