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Eintracht Frankfurt: Die versteckte Botschaft beim Krösche-Knall steckt in der Pressemitteilung

Eintracht Frankfurt: Die versteckte Botschaft beim Krösche-Knall steckt in der Pressemitteilung
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Frankfurt – In Adi Hütter (56) holte Frankfurts scheidender Sport-Vorstand Markus Krösche (46) einen Trainer, mit dem er nicht immer auf einer Wellenlänge lag. Professionell war das Verhältnis aber immer. Deshalb war es auch der Österreicher, von dem sich Krösche als Erstes persönlich verabschiedete. Eintrachts langjähriger Sportchef besuchte Hütter am Sonntag im Anschluss an die außerordentliche Aufsichtsratssitzung in dessen Frankfurter Wohnung, teilte ihm dort das Ergebnis mit.

Auf der Sitzung wurde beschlossen, dass Krösche mit sofortiger Wirkung freigestellt wird. Der gebürtige Hannoveraner äußerte diesen Wunsch gegenüber dem Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck (55), der dem entgegenkam. Axel Hellmann (55) wird CEO und ist ab sofort für alle sportlichen Themen verantwortlich, bis ein neuer Sport-Vorstand gefunden wird.

Abschläge vom Grundgehalt

In der Pressemitteilung von Eintracht zum Krösche-Abschied heißt es: „Der bis zum 30. Juni 2028 laufende Vertrag besteht angepasst fort.“ Nach BILD-Infos bezieht sich diese versteckte Botschaft auch auf die Anpassung des Grundgehalts von rund 2,5 Millionen Euro im Jahr. Dabei soll es Abschläge in niedriger zweistelliger Prozenthöhe geben. Aus der Freistellung folgt natürlich auch eine Anpassung der Boni-Struktur.

Ein Coup ist Eintracht-Präsident und -Aufsichtsratschef Beck schon vor seiner Wiederwahl am Montagabend gelungen, indem er den Vertrag nicht aufgelöst hat und so weiter auf eine Millionen-Ablöse für Krösche hoffen kann.

Ausstiegsklausel gilt nur für bestimmte Klubs

Die Ausstiegsklausel in Krösches Kontrakt gilt nur jährlich während des Winter-Transferfensters im Januar. Die festgeschriebene Ablöse soll kommenden Winter im unteren einstelligen Millionenbereich liegen. Bei dieser Mini-Summe können aber nur ausgewählte Klubs zuschlagen. Diese sind Borussia Dortmund, Bayern München sowie einige Top-Vereine aus der Premier League.

Im vergangenen Sommer verhandelte Krösche schon mehrere Tage mit der AC Mailand, sollte dort als „Head of Football“ hauptverantwortlich für den sportlichen Bereich werden. Frankfurts scheidender Sport-Vorstand hätte freie Hand bei der Gestaltung von Kader und Staff bekommen. Die Mailänder wollten, dass der Eintracht-Macher den italienischen Traditionsklub genauso umkrempelt wie vor fünf Jahren Frankfurt. Nur mit einem deutlich größeren Transfervolumen. Dort hätte er in vier Jahren 40 Millionen Euro Gehalt kassieren können.

Am Ende entschied er sich gegen einen Wechsel, weil für ihn der Zeitpunkt des Abgangs nicht infrage kam. Gut möglich, dass die Italiener jetzt einen neuen Anlauf starten und Krösche am Ende doch in Mailand landet. Transfer-Insider Fabrizio Romano berichtete am späten Sonntagabend von „fortgeschrittenen Gesprächen“.

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