Essen (NRW) – Jetzt hat die Angst in Essen ein Gesicht. Ein grinsendes und laut Polizei dickes! Gündüz D. (34) ist der Häftling, der bei einem Arztbesuch am Mittwoch brutal von zwei Komplizen befreit wurde. Vermutlich konnten die Täter eine Waffe erbeuten und sind seither auf der Flucht.
Am Abend, mehr als sechs Stunden nach der Befreiungsaktion, gab die Polizei in NRW endlich eine Öffentlichkeitsfahndung heraus. Darin wird Gündüz D. als „dick“ beschrieben. Seine Haare sind „schwarz“, die Augenfarbe ist „dunkel“. Dazu heißt es: „Der Gesuchte saß in der JVA Essen ein. Während eines Transports zu einer Klinik in Essen, wurde der Gesuchte von zwei maskierten und bewaffneten Personen befreit. Der Gesuchte flüchtete auf einem E‑Scooter.“ Wer weiß, wo Gündüz D. steckt, möge bitte die Polizei informieren. Hinweise nehmen jede Dienststelle, der Notruf 110 und die Kripo unter der Telefonnummer 0201/8290 entgegen.
Häftling und Befreier auf der Flucht
Der wegen Drogendelikten und gefährlicher Körperverletzung in U-Haft sitzende Mann war am Mittwochmittag bewacht zu einer Arztpraxis ins Hochhaus am Kennedyplatz gebracht worden. Gündüz D. hatte einen Termin in der Radiologie. Kurz vor der Praxistür griffen zwei Vermummte die Justizbeamten an. Die Wachleute wurden überwältigt, entwaffnet und gefesselt. Das Trio konnte fliehen.
Die beiden Vermummten und der Gefangene sollen in unterschiedliche Richtungen abgehauen sein. Nach BILD-Informationen hat die Polizei nur wenige Meter vom Tatort zunächst eine vermeintliche Handgranate entdeckt. Der Bereich wurde daraufhin weiträumig abgesperrt. Bombenentschärfer vom Landeskriminalamt rückten an, gaben kurz darauf Entwarnung. Polizeisprecherin Annika Roß zu BILD: „Der Gegenstand entpuppte sich als ungefährlich.“ Die Handgranate war lediglich eine Atrappe aus Holz.