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Für 9650 Angestellte: Galeria-Mitarbeiter bekommen Insolvenzgeld

Für 9650 Angestellte: Galeria-Mitarbeiter bekommen Insolvenzgeld
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Düsseldorf – Endlich Gewissheit für Tausende Galeria-Mitarbeiter! Nach tagelanger Prüfung steht fest: 9650 Beschäftigte der erneut insolventen Warenhauskette Galeria bekommen Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit. Somit ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, damit der Geschäftsbetrieb zunächst weiterlaufen kann.

„Nach intensiver Prüfung des komplexen Sachverhalts besteht aufgrund der geltenden Gesetzeslage dem Grunde nach ein Anspruch auf Insolvenzgeld“, sagte ein Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. Die Entscheidung war alles andere als selbstverständlich. Nach dpa-Informationen hatte die Arbeitsagentur mehrfach Unterlagen vom Insolvenzverwalter nachgefordert.

Knifflige Prüfung nach der letzten Insolvenz

Der Grund: Die Folgen der vorherigen Galeria-Insolvenz von 2024 sind noch nicht vollständig abgeklungen. Galeria hatte den Geschäftsbetrieb zwischenzeitlich auf ein neues Unternehmen übertragen. Ob dadurch tatsächlich ein neuer Anspruch auf Insolvenzgeld entstanden ist, war lange fraglich. Jetzt die Erleichterung: Für 9650 Mitarbeiter gibt es grünes Licht.

Insgesamt beschäftigt Galeria derzeit 11.250 Menschen. Für einen Teil des Unternehmens, darunter die Gastronomie- und Lebensmittelsparte, läuft allerdings ein separates Insolvenzverfahren.

Es geht um 25 Millionen Euro pro Monat

Damit die Mitarbeiter nicht lange auf ihr Geld warten müssen, soll das Insolvenzgeld über eine Bank vorfinanziert werden. Das Insolvenzgeld entspricht in der Regel dem Nettogehalt und wird für maximal drei Monate vor Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gezahlt. Zuletzt hatte Galeria die September-Gehälter regulär Ende September überwiesen. Die Dimension ist gewaltig: Die Gehälter aller 11.250 Galeria-Beschäftigten summieren sich dem Vernehmen nach auf knapp 25 Millionen Euro pro Monat.

Schon die vierte Insolvenz in sechs Jahren

Galeria hatte am 2. Oktober beim Amtsgericht Düsseldorf wegen Zahlungsunfähigkeit erneut Insolvenzantrag gestellt. Es ist bereits die vierte Insolvenz innerhalb von sechs Jahren. Das Gericht ordnete ein vorläufiges Insolvenzverfahren an (Az. 502 IN 258/26). Die 83 Galeria-Filialen bleiben zunächst geöffnet.

Die große Frage für Mitarbeiter und Kunden ist damit aber noch nicht beantwortet: Ob Filialen geschlossen werden müssen und welche Standorte betroffen sein könnten, ist weiterhin offen.

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