Beim 1:1 gegen St. Pauli ruderte Hannovers Trainer Sandro Wagner (38) an der Seitenlinie permanent mit den Armen, um sein Team und die Zuschauer zu pushen. Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel ruderte er dann zurück.
Ein Reporter wollte von Wagner wissen: „Allgemein sind bei Aufbausituationen die beiden Innenverteidiger hinten geblieben, die Außenverteidiger haben extrem weit nach außen geschoben und Sie hatten teilweise die anderen sechs Spieler in der letzten Linie des FC St. Pauli. Können Sie einmal sagen, was das Vorhaben bei dieser doch sehr besonderen Positionierung Ihres Teams gewesen ist?“ Wagners trockene Antwort: „Ne, das kann ich nicht.“
Zunächst schien das Thema für den Trainer damit erledigt zu sein. Nach zwei weiteren Fragen zu anderen Dingen kam er von sich aus noch mal zum vorherigen Dialog zurück: „Erst mal möchte ich zu Ihnen (Blick zum Reporter mit der Taktikfrage, d. Red.) kurz sagen: Es sollte nicht schroff sein. Es tut mir leid, habe ich vergessen. Es tut mir leid, das kann ich nicht. Das wäre, glaube ich, die nettere Formulierung gewesen. Das noch zum Nachtrag.“
Hannover 96: Wagner entschuldigt sich bei Reporter
Nicht entschuldigen musste er sich für die Leistungssteigerung seiner Mannschaft im Vergleich zur vergangenen Magdeburg-Begegnung (0:3). Denn gegen die Kiezkicker überzeugte sein Team mit Kampf, Leidenschaft und dem ersten Treffer unter Wagner: „Wir haben ein intensives Spiel gesehen, wo wir uns erst mal vorgenommen haben, dass wir die Basics und Energie auf den Platz bekommen. Und dass die Synergie gut ist, was die Zuschauerinnen und Zuschauer angeht, die uns herausragend gut unterstützt haben.“
Der Titz-Nachfolger weiter: „Wichtig war, in der Halbzeit (0:1, d. Red.) nicht gekrümmt dazusitzen, sondern sich aufzurichten und auf die guten Sachen zu schauen. Das hat herausragend gut funktioniert. Die Jungs haben das sehr gut umgesetzt, direkt eine gute Energie gehabt in der zweiten Halbzeit, was nicht einfach ist, wenn man über Monate hinweg immer wieder Nackenschläge bekommt. Die Reaktion hat mir sehr gut gefallen.“