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Horror-Haus von Soest: Folter-Opfer erfror offenbar fast auf Terrasse

Horror-Haus von Soest: Folter-Opfer erfror offenbar fast auf Terrasse
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Soest (NRW) – Wie ein Stück Vieh hing die Frau halb nackt in Ketten an einem Terrassenbalken. Dieses Foto schockte Ende Juli ganz Deutschland. Jetzt stehen Dennis J. (29) und seine drei Komplizen (16, 17, 25) vor Gericht. Die Staatsanwältin schilderte, was für entsetzliche Qualen und Demütigungen das Opfer (33) offenbar wochenlang in dem Horrorhaus von Soest erdulden musste!

Ein Nachbar, der von der Nachtschicht kam, hatte die gefesselte Frau um 22.30 Uhr am 3. November 2025 entdeckt. Zu diesem Zeitpunkt hing sie laut Anklage schon seit Stunden dort – ihre Füße berührten kaum den Boden, es war 13 Grad kalt. Oberstaatsanwältin Imke Reelsen: „Die Körpertemperatur betrug 35,6 Grad. Es bestand die Gefahr des Todes, wäre die Frau nicht entdeckt worden.“

Partnerin des Folterers jetzt auch im Gefängnis

Der Hauptangeklagte, Krankenpfleger Dennis J., hatte die obdachlose 33-Jährige öfter in seinem Haus in Soest schlafen lassen. Dort war er Ende Juli 2025 eingezogen, zusammen mit seiner Partnerin Sarah A. (28) und deren drei kleinen Kindern. Die Mutter hatte gegenüber BILD beteuert, von den Misshandlungen kaum etwas mitbekommen zu haben und selbst ein Opfer des „Sadisten“ zu sein. Offenbar eine Lüge – seit dem 25. September sitzt auch sie in Untersuchungshaft. Mehrere Fälle von Körperverletzung an der Frau, die sie als ihre Freundin bezeichnet hatte, werden ihr zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft befürchtet, dass sie flüchten könne. Sie muss sich in einem gesonderten Prozess verantworten. Mit dem angeklagten Deutsch-Kosovaren hat Sarah A. inzwischen eine kleine Tochter.

Am Landgericht Arnsberg schwiegen die angeklagten jungen Männer am Montag, hörten ohne sichtbare Regung zu, als die umfangreichen Vorwürfe verlesen wurden. Mal musste das Opfer demnach nackt auf dem Tisch tanzen, mal wurde es an eine Heizung im Keller gefesselt. Einmal filmte J. sie, so die Anklage weiter, als ein Kumpel sie vor dem Kinderbett vergewaltigte. Ein anderes Mal quälte er sie demnach in einer Dusche mit einem Hochdruckreiniger, verbrannte ihre Haut am Unterleib mit einer Zigarette, zwang sie, Drogen zu konsumieren.

Das Opfer, das unter einer Autismus-Spektrum-Störung leidet, war zunächst auf der Intensivstation behandelt worden. Danach kam die Frau in psychologische Behandlung. Ihre Anwältin erklärte gegenüber dem Richter, der traumatisierten Mandantin sei eine Vernehmung in der Hauptverhandlung nicht möglich. Allenfalls könne sie per Video-Schalte befragt werden. Über diesen Antrag muss das Gericht noch entscheiden.

Ein Urteil soll noch in diesem Jahr fallen

Insgesamt verlas die Staatsanwältin sieben Anklagen. Den Komplizen werden etwa Beihilfe und Drogenhandel vorgeworfen. Zwei von ihnen erklärten, sie würden sich in einer der kommenden Sitzungen zu den Vorwürfen äußern. Das Gericht hat 13 Verhandlungstage angesetzt, ein Urteil soll noch in diesem Jahr fallen.

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