Wirtschaft

„Ich will Ihr Geld“, sagt Klingbeil – Merz lobt „beschleunigtes Wachstum“

„Ich will Ihr Geld“, sagt Klingbeil – Merz lobt „beschleunigtes Wachstum“

Unternehmen der Initiative „Made for Germany“ haben laut Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Investitionen ​in Höhe von 800 Milliarden Euro bis 2028 zugesagt. „Wir sehen ein ⁠beschleunigtes Wachstum im Jahr 2026 trotz steigenden geopolitischen Drucks und eines Sprungs der Energiepreise“, sagte Merz am Dienstag bei der Konferenz „Invest in Germany“.

Die Unternehmensinitiative „Made for Germany“ hatte vergangenes Jahr bereits Investitionen in Höhe von insgesamt 850 Milliarden Euro bis 2028 versprochen. Davon wurden 200 Milliarden Euro bereits in den ersten zwölf Monaten investiert.

Merz verwies am Dienstag darauf, dass der Internationale Währungsfonds die Wachstumsannahme für Deutschland auf 1,3 Prozent in ⁠diesem ​Jahr erhöht habe. ‌Die ausländischen Direktinvestitionen seien 2025 gegenüber 2024 um 50 Prozent auf 86 Milliarden Euro gestiegen. Er berief sich außerdem auf eine sprunghafte Zunahme neuer Start-ups.

Die Bundesregierung versuche, diese Entwicklung mit entschiedenen Reformen der Sozialsysteme und dem Abbau von Bürokratie auf nationaler und europäischer Ebene zu unterstützen. „Wichtig sind ‌Tempo und Umsetzung“, sagte Merz.

„Ich will Ihr Geld“, sagt Klingbeil

Als Stärken ⁠Deutschlands nannte ​er die politische Stabilität, die Unabhängigkeit des Justizsystems, die multilaterale, verlässliche Ausrichtung ⁠des Landes, die starke Forschungslandschaft, die geografische Lage in der Mitte des EU-Binnenmarktes sowie die nach wie vor starke ‌industrielle Basis. Er forderte die ⁠Firmen ‌auf, ​verstärkt künstliche Intelligenz ⁠bei ihrer Arbeit ​einzusetzen.

Auch Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) war bei dem Treffen zugegen. Er sprach die Investoren direkt an und sagte auf Englisch: „Die Kurzfassung meines Workshops lautet: Ich will Ihr Geld.“ Diese Aussage traf er bei der Bewerbung eines bevorstehenden Treffens mit ihm.

Am zweiten Tag der Investitionskonferenz wird erwartet, ‌dass einzelne ​Firmen auch neue Investitionen in Deutschland ankündigen.

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