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Kaltfront rollt über Deutschland: Dauerregen vermiest das Wochenende

Kaltfront rollt über Deutschland: Dauerregen vermiest das Wochenende
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Über mangelnde Gerechtigkeit kann sich beim Deutschland-Wetter an diesem Wochenende niemand beschweren. Nur ist es leider nicht der goldene Oktober, der überall zu sehen ist: Stattdessen breiten sich Regen, grauer Himmel und Kälte über weite Teile des Landes aus. Auch die Temperaturen stürzen spürbar ab!

Der Herbst hat auch noch schöne Tage, sagt ein altes Sprichwort. Allerdings sind der Samstag und der Sonntag damit eher nicht gemeint: Denn am Wochenende kommt alles zusammen, was es für einen ordentlichen Dauerregen braucht. Diplom-Meteorologe Dominik Jung erklärt das komplexe Zusammenspiel in der Atmosphäre gegenüber BILD.

Wie sich Regen und Kälte ausbreiten

Jung: „Eine Kaltfront hat in der Nacht zum Samstag den Nordwesten überquert und zieht weiter nach Süden. Dahinter strömt deutlich kältere Luft aus Norden ein. Im Süden kommt die Front aber kaum voran und bleibt dort hängen. Gleichzeitig bildet sich über Frankreich ein abgeschnürtes Höhentief, das ab Sonntag weitere Regenwolken von Südwesten nach Deutschland schickt. An dieser Luftmassengrenze regnet es über viele Stunden.“

Wo es in Deutschland besonders nass wird

Feucht wird es überall, vor allem aber im über den Sommer von Trockenheit geplagten Baden-Württemberg. Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zu BILD: „Aber nicht nur der Schwarzwald, alle werden etwas abbekommen.“ Vom Breisgau bis zur Schwäbischen Alb regnet es von Samstagmorgen bis Sonntagabend praktisch ohne Pause, lokal können bis zu 30 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, am Bodensee sind sogar 40 Liter möglich. Auch südlich der Donau in Bayern und in Franken regnet es am Samstag länger.

Wer die besten Chancen auf Sonne hat

Und wie wird es im Norden und Osten Deutschlands? Auch immer wieder nass, aber die kalte Dusche fällt etwas kürzer aus. Jung: „Dort zieht der Regen der Kaltfront rasch durch, danach lockert es auf. Es gibt zwar einzelne Schauer, an der Ostsee auch frischen Wind, aber immer wieder kommt die Sonne heraus. Wer am Wochenende in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg oder Berlin einen Herbstspaziergang plant, hat also die besten Karten.“

Aber auch dort gilt: Warm anziehen! Während am Samstag durch den Dauerregen wenigstens noch maximal 15 Grad möglich sind, müssen wir uns am Sonntag mit 8 bis 13 Grad zufriedengeben. Vor allem in Süddeutschland sind die Werte nur einstellig.

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