Politik

Kommentar über Schalke 04: Hoffentlich weiß Muslic, was er tut!

Kommentar über Schalke 04: Hoffentlich weiß Muslic, was er tut!
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Langweilig wird es mit Miron Muslic nicht! Der Schalke-Trainer überrascht immer wieder. In erster Linie mit großartiger Arbeit und dem Aufstiegs-Wunder. Für regelmäßiges Staunen sorgen aber auch unpopuläre Entscheidungen.

Zwei davon waren in der letzten Saison der Rauswurf von Ex-Nationalspieler Amin Younes und das Umstellen von Dreier- auf Viererkette als Herbstmeister (!). Beides hat perfekt funktioniert, Muslic ein Händchen bewiesen.

Bleibt es bei seinem guten Riecher? Noch bevor die schwierige Bundesligasaison gestartet ist, krempelt der Ösi-Coach den Mannschaftsrat um und entfernt mit Max Grüger (21) den einzigen Jungspund aus diesem wichtigen und mächtigen Gremium, ersetzt ihn durch Edin Dzeko (40) – den ältesten Spieler im Kader.

Dass er die junge Generation komplett verbannt, ist – sagen wir mal – mutig. Hoffentlich weiß Muslic, was er tut!

Den jungen Spielern fehlt die Stimme

In einem Fußballverein ist es in diesem Fall nicht anders als bei jeder beliebigen Firma: Welcher Praktikant oder Auszubildender rennt bei Problemen mit dem Chef (Trainer), einem älteren Mitarbeiter oder allgemeinen Sorgen zu einem leitenden Angestellten (z. B. Dzeko, Karaman, Katic), um Themen offen anzusprechen, sein Leid zu klagen? Ein Ansprechpartner auf Augenhöhe bzw. Generationshöhe, wäre wichtig. Mit der Entscheidung, den jüngsten Mannschaftsrat gegen den nun ältesten auszutauschen, hat Muslic der jungen Garde einen einfachen und direkten Kommunikationsweg verbaut.

Wählte Muslic den einfachsten Weg?

Man kann nur spekulieren, warum der Aufstiegs-Trainer so entschieden hat – vielleicht war es einfach der Weg des geringsten Widerstands. Absolut verständlich, dass Muslic seinen loyalen und erfahrenen Super-Star Dzeko im Mannschaftsrat haben will. Einer musste halt für ihn weichen. Alternativ hätte der Trainer einen Jung-Spieler behalten und dafür zum Beispiel Karius oder Katic aus dem Rat kicken können – doch DIESE Baustelle wäre wohl auch für den selbstbewussten Muslic eine Nummer zu groß gewesen.

Muslic hat seine Kritiker – Stichwort Aufstieg – schon mehrfach lächelnd Lügen gestraft. Hoffentlich und gerne auch dieses Mal!

Vielleicht verpasst