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Krawallein Frankreich: Kommt das auch zu uns?

Krawallein Frankreich: Kommt das auch zu uns?
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Paris – 550.000 Demonstranten, 150 verletzte Polizisten, 1200 Festnahmen. Frankreich brennt! Straßenschlachten, brutale Steinwurf-Angriffe, zerstörte Rathäuser, geplünderte Geschäfte. Es sind hauptsächlich junge Menschen, die auf den Straßen sind. Und das könnte nur der Anfang sein. Für diesen Sonntag werden weitere Demonstrationen in Frankreich angekündigt. Und auch in anderen Städten Europas wird bereits randaliert.

Begonnen hat es vor zwei Wochen als Schülerprotest. Aber auch da mischten sich Gewalttäter, Brandstifter, Schläger unter die Proteste.

Seit Samstag hat die Gewalt in Frankreich einen beispiellosen Höhepunkt erreicht. Ein wütender, größtenteils vermummter Mob zog durch die Straßen. Das historische Rathaus von Limoges, einst Hochburg der französischen Widerstandsbewegung Résistance gegen Nazi-Deutschland, wurde angezündet und zerstört.

Wer die Demonstranten sind

Wer geht da demonstrieren? Viele junge Menschen, die friedlich protestieren. Aber auch Tausende Gewalttäter. Extremismus-Experte Ahmad Mansour (50) zu BILD: „Wer noch von Schulprotesten spricht, hat keinen Bezug zur Realität, wenn es um Frankreich die letzten Tage geht. Die Schülerproteste wurden von linksradikalen und migrantischen Gruppierungen instrumentalisiert und übernommen.“

Kann das auch nach Deutschland rüberschwappen? Islamexpertin Susanne Schröter (69, Goethe-Uni Frankfurt/M.) zu BILD: „Seit Jahren kommt es in Frankreich zu massiven Gewaltausbrüchen, die ihre Ursache in der dysfunktionalen Migrationspolitik haben. Bei uns wären solche Gewaltexzesse ebenfalls möglich, wenn sich an der Migrationspolitik nichts ändert.“ Mansour: „Ja, diese Gefahr besteht. Vor allem, weil gezielt auch seit Tagen linksradikale Gruppen versuchen, genau das nach Deutschland zu bringen. Wir haben jetzt friedliche Auseinandersetzungen in Schulen in Deutschland. Aber das könnte sehr, sehr schnell umkippen.“

Linksradikale und Islamisten gegen den Staat

Gefährliche Hass-Gemeinschaft in Frankreich! „Die Proteste in Frankreich werden von Linksradikalen angeheizt, die seit Jahren mit Islamisten gegen die französische Gesellschaft mobil machen“, sagt Schröter. Für die Wissenschaftlerin brandgefährlich: „Ganze Viertel größerer Städte stehen unter der Kontrolle von Salafisten, die von kommunistischen Bürgermeistern gefördert werden.“

„Den Migranten, die in dritter oder vierter Generation hier leben, geht es um Gewalt“, sagt Mansour. Angeheizt durch Hass auf Rechtsstaatlichkeit, Behörden und Polizei.

Der Extremismus-Experte weiter: „Man verachtet Frankreich, Deutschland, weil sie westlich sind, weil die anders funktionieren, weil sie demokratisch sind, weil die Werte hat, die sie nicht teilen und nicht gut finden. Und das senkt die Hemmschwelle gegen sie auch Gewalt anzuwenden.“

Auch der amerikanische Vize-Präsident JD Vance (42) sieht die Ursache in der europäischen Migrationspolitik. Bei „X“ schreibt er: „Westliche Liberale haben im Namen der Vielfalt und des Mitgefühls die Dritte Welt nach Frankreich und in andere Länder geholt (...) Man hat ihnen gesagt, dass dies dazu führen würde, doch sie haben nicht darauf gehört.“

Dazu kommen in Frankreich wie auch in Deutschland stark steigende Lebenshaltungskosten, knapper Wohnraum, der immer teurer wird. Der Staat spart im öffentlichen Raum. Außerdem: Wirtschaftsprobleme, Firmen, die nicht mehr einstellen und stattdessen nur noch abbauen.

Politikwissenschaftler Jérôme Fourquet (53) warnt: „In Frankreich herrscht eine Art Endzeitstimmung. Die Leute sehen, dass überall Investitionen überfällig, aber die Kassen leer sind. Sie fühlen sich abgehängt.“

Die Proteste von Frankreich haben bereits auf andere Länder übergegriffen. Samstagabend rotteten sich Gewaltbereite in Italien zusammen und lieferten sich vor dem Mailänder Dom Straßenschlachten mit der Polizei. Auch in Bologna (Italien) und in Belgien gab es Ausschreitungen.

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