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Nach Final-Einzug: Argentinien-Stars rechtfertigen sich für Kriegsplakat

Nach Final-Einzug: Argentinien-Stars rechtfertigen sich für Kriegsplakat
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Weiter Wirbel um die argentinischen Feierlichkeiten nach dem 2:1-Sieg im WM-Halbfinale gegen England! Einige Spieler hatten nach Abpfiff ein Stoff-Banner in Richtung Fanblock gezeigt, auf dem „Las Malvinas son argentinas“ („Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien“) zu lesen war. Eine klare politische Botschaft, über die die britische Regierung nicht einfach zur Tagesordnung übergehen will. Sie hat die Fifa aufgefordert, Ermittlungen aufzunehmen.

Hintergrund: Beide Länder erheben Besitzansprüche auf die Inselgruppe. Nach einer argentinischen Invasion am 2. April 1982 griffen die Briten militärisch ein. Der Falkland-Krieg dauerte zwei Monate, dann kapitulierte Argentinien. Bis heute eine offene Wunde im Bewusstsein der argentinischen Nation.

Am Donnerstag sagte ein Sprecher von Noch-Briten-Premier Keir Starmer (63): „Die WM-Trophäe mag nicht uns gehören, aber die Falkland-Inseln tun es definitiv. Das Selbstbestimmungsrecht liegt bei den Inselbewohnern, und unser Bekenntnis zu den Falklands wird niemals wanken.“

Auch die argentinischen Spieler wanken nicht. Im Gegenteil – sie verteidigen das Plakat, das aus dem Fanblock aufs Feld geworfen wurde. Mittlerweile zeigen Fotos im Internet, dass ein einzelner Anhänger aus Argentinien der Urheber ist. Er soll den Slogan auf das Betttuch seines Hotels geschrieben haben.

Unmittelbar im Anschluss an das Spiel am Mittwoch wurde Leandro Paredes (32) in einem TV-Interview zu der Botschaft befragt.

WM: Argentinien-Stars verteidigen umstrittene Botschaft

Die Journalistin: „Die Spieler haben ein Plakat hochgehalten, auf dem ‚Die Falkland-Inseln gehören zu Argentinien‘ stand …“

Paredes: „Und sie werden es immer tun.“

Am Donnerstag legte er nach: „Der Falkland-Krieg ist ein trauriges Kapitel unserer Geschichte, das bis heute schmerzt. Auch dafür haben wir gespielt.“

Auch Lisandro Martínez (28) äußerte sich am Donnerstag: „Wir konnten das argentinische Volk nicht im Stich lassen.“

In Argentinien werden die Spieler für das Zeigen des Banners gefeiert. Viele User im Internet erwähnen in dem Zusammenhang, dass mehrere der National-Kicker in England unter Vertrag stehen.

Eine Strafe vor dem Finale gegen Spanien am Sonntag (21 Uhr, ZDF und Magenta TV live, Liveticker bei BILD.de) hat offenbar keiner zu befürchten. Die Fifa will sich wohl erst nach der WM mit dem Thema befassen.

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