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„Ric hat das Geld gestohlen“: Kohle-Skandal um Ex-US-Botschafter Ric Grenell

„Ric hat das Geld gestohlen“: Kohle-Skandal um Ex-US-Botschafter Ric Grenell
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Washington – Die mutmaßliche Korruption innerhalb der Regierung von Donald Trump (80) ist eines der Top-Themen im Endspurt vor den Midterm-Kongresswahlen am 3. November – und es gibt gleich den nächsten Skandal. Im Fokus: der frühere US-Botschafter in Berlin, Richard „Ric“ Grenell (60). Er wurde nach Trumps Amtsantritt zum Sondergesandten für Spezialmissionen und vorübergehenden Präsidenten des Kennedy-Centers ernannt.

In dieser Funktion soll er dem türkischen Milliardär Turhan Mildon (29) exklusiven Zugang zum US-Präsidenten und hochrangigen Regierungsvertretern gegen eine Millionenspende versprochen haben. Das berichtet „Axios“. Das Geld war für die jetzt geschlossene Kulturinstitution vorgesehen. „Sobald das Geld bei der Firma hier eingegangen ist, werde ich die Spende an das Kennedy-Center arrangieren“, soll Grenell geschrieben haben. Weiter: „Sie werden an VIP-Veranstaltungen teilnehmen und engen Kontakt zur Regierung bekommen, sogar zum Präsidenten.“

Anwalt im Weißen Haus prüft Geld-Skandal

Jetzt lässt Trump die Vorwürfe von seinem Rechtsberater Will Scharf (40) untersuchen – die Affäre wird Chefsache im Weißen Haus. Im Mittelpunkt des Finanzkrimis steht ein Transfer von 17,6 Millionen Dollar an die texanische Rüstungs- und Softwarefirma Texas Armament & Technology (TXAT). 5,6 Millionen Dollar waren laut Mildon als Spende für das Kennedy-Center vorgesehen. Doch dort kam das Geld nie an.

Und noch dubioser: Die Millionen stammten nicht von Mildons Bankkonto, sondern aus Afrika. Absender: das Finanzministerium der Demokratischen Republik Kongo. Jetzt die Frage: Wem gehörte das Geld überhaupt? Hintergrund soll ein Softwaregeschäft gewesen sein – doch der Zusammenhang mit der angeblichen Kennedy-Spende bleibt rätselhaft.

Türkischer Milliardär heiratet Ex-Trump-Anwältin

Das Drama erschüttert Trumps engsten Beraterkreis. Denn Mildon heiratete erst kürzlich Trumps frühere Anwältin Alina Habba (42). Die soll am 9. Oktober laut Medienberichten ins Oval Office gestürmt sein: „Ric hat das Geld gestohlen“, soll sie behauptet haben. Grenell weist sämtliche Anschuldigungen zurück, spricht von „absurden“ Vorwürfen.

Die Affäre ist ein weiterer Rückschlag für den einst mächtigen Trump-Vertrauten: Bereits im September 2025 wurde Grenells Rolle in der Venezuela-Politik beschnitten, im März 2026 verlor er seinen Posten als Kennedy-Center-Präsident. Den Titel als Sondergesandter behielt er aber.

Korruption Top-Thema im Midterm-Wahlkampf

Der Skandal kommt Trump gerade höchst ungelegen: Laut einer aktuellen Umfrage glauben 66 Prozent der Amerikaner, dass der Präsident sein Amt zur persönlichen Bereicherung nutzt. Zwar gibt es bei der Grenell-Affäre keine Hinweise auf eine Verwicklung Trumps, doch die Vorwürfe könnten das Image seiner Regierung weiter beschädigen.

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