Kiew – Wechselseitige Attacken im Krieg in der Ukraine haben für eine ganze Reihe von Todesopfern gesorgt. Der heftigste Luftangriff: Mindestens 27 Menschen starben in der Nacht auf Samstag in der Hauptstadtregion Kiew. 42 weitere wurden verletzt. Mehr als 380 Menschen mussten aus dem betroffenen Gebiet im Bezirk Butscha evakuiert werden.
Das teilte der Gouverneur der Region, Tymur Tkatschenko (37), auf Telegram mit. Nach Behördenangaben feuerten die Russen am Freitagabend Drohnen auf das Dorf Myla. Dort wurde ein Lagerhaus getroffen, in dem auch Munition lag. Es brach ein Feuer aus, mehrere Explosionen habe es gegeben, erklärte Tkatschenko.
Seniorenheim beschädigt
Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) äußerte sich bei Telegram: „Es gibt erhebliche Schäden an der umliegenden Infrastruktur: Wohnhäuser sowie ein Senioren- und Behindertenheim wurden beschädigt.“
Russland griff auch an anderer Stelle erneut die Ukraine an: Das Verteidigungsministerium in Moskau teilte mit, russische Truppen hätten ein Umschlagterminal im ukrainischen Hafen von Mykolajiw getroffen. Zudem seien ein Liegeplatz für Tankschiffe sowie Entladestellen für Kraft- und Schmierstoffe getroffen worden.
Vier Tote bei ukrainischen Drohnenangriffen
Auch auf russischer Seite gab es Opfer: Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf Russland und die annektierte Halbinsel Krim starben mindestens vier Menschen. In der russischen Grenzregion Belgorod kamen drei Menschen ums Leben, neun weitere wurden verletzt. Drei Verletzte sind in ernstem Zustand, so die örtlichen Behörden.
Auf der Krim tötete ein ukrainischer Drohnenangriff in Sewastopol einen Menschen, drei weitere wurden verletzt. Das erklärte der von Russland eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram.
Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland unter Präsident Wladimir Putin einen großangelegten, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. An diesem Tag begann die russische Armee mit dem Einmarsch in das Nachbarland und weitreichenden Angriffen auf ukrainisches Staatsgebiet.