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Sony und Warner gegen Anthropic: Mega-Klage gegen „größten Diebstahl aller Zeiten“

Sony und Warner gegen Anthropic: Mega-Klage gegen „größten Diebstahl aller Zeiten“
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Berlin – Die weltweit größten Musikverlage haben eine umfangreiche Klage gegen den KI-Konzern Anthropic eingereicht. Sie werfen dem Unternehmen einen der „größten und offensichtlichsten fortlaufenden Diebstähle geistigen Eigentums der Geschichte“ vor. Das Unternehmen soll zehntausende urheberrechtlich geschützte Songs für seine KI-Modelle gestohlen haben. Ohne zu zahlen, ohne zu fragen.

Darum geht es: Anthropic, ein Unternehmen im Bereich der künstlichen Intelligenz mit Sitz in San Francisco, soll KI-Modelle mit zehntausenden urheberrechtlich geschützten Musikstücken trainiert haben – ohne die Rechteinhaber dafür zu bezahlen oder ihre Zustimmung einzuholen. Die Klage wurde am Freitag von Tochtergesellschaften von Sony Music und Warner Music vor einem Bundesgericht in Nordkalifornien eingereicht. Neben Anthropic werden auch der CEO Dario Amodei und Mitgründer Benjamin Mann verklagt. Das berichten US-Medien, wie das Nachrichtenportal „Axios“.

Die Kläger behaupten, Anthropic habe auch Tausende urheberrechtlich geschützter Musikwerke widerrechtlich vervielfältigt und fordern für jedes verletzte Werk Schadensersatz in Höhe von bis zu 150.000 Dollar. Bei einem Erfolg drohen Anthropic Strafen in Milliardenhöhe.

Klage ist besonders weitreichend

Der entscheidende Punkt bei dieser Klage ist der gigantische Umfang: Die Sony-/Warner-Klage bezieht sich auf Zehntausende Musikwerke. Eine bereits laufende Klage des Musikunternehmens BMG gegen Anthropic betrifft dagegen beispielsweise „nur“ 493 Kompositionen. Dazu kommt, dass das Musik-Copyright kompliziert ist, weil bei einem einzigen Song mehrere Rechte nebeneinander bestehen können, etwa der Komposition, dem Text oder der Tonaufnahme.

Anthropic wurde bereits verklagt

Es ist nicht das erste Mal, dass Anthropic vorgeworfen wird, urheberrechtlich geschützte Werke zum Training seiner KI verwendet zu haben. Im September 2025 einigte sich das Unternehmen mit Autoren und Verlagen auf einen Vergleich über 1,5 Milliarden Dollar – den damals größten Copyright-Vergleich der US‑Geschichte. Die neue Klage könnte Auftakt zu einem jahrelangen Grundsatzstreit zwischen Musikindustrie und KI-Branche werden.

Anthropic weist die Vorwürfe zurück: Das Unternehmen erklärte, man stimme den Ansprüchen der Musikverlage nicht zu und werde sich vor Gericht „entschieden“ verteidigen.

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