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Tomahawk-Deal mit Donald Trump perfekt: Deutschland kauft Anti-Putin-Raketen

Tomahawk-Deal mit Donald Trump perfekt: Deutschland kauft Anti-Putin-Raketen
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Berlin – Deutschland rüstet bei den weitreichenden Waffen auf: Die Bundesregierung kauft Tomahawk-Marschflugkörper aus den USA und will sie in Deutschland stationieren. Die Mittelstreckenwaffen haben eine Reichweite von bis zu 2500 Kilometern und könnten damit von Deutschland aus bis weit in russisches Gebiet eingesetzt werden.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) verkündete die Einigung am Donnerstag in seiner Regierungserklärung im Bundestag. „Wir haben ... am Rande des Nato-Treffens in Ankara mit der amerikanischen Regierung vereinbart, dass amerikanische Tomahawk-Raketen von uns erworben und in Deutschland stationiert werden“, sagte Merz. „Wir schließen eine wichtige strategische Lücke in unserer Verteidigung und werden gleichzeitig daran arbeiten, eigene europäische Systeme zu entwickeln und in Europa zu stationieren.“

Damit reagiert die Bundesregierung auf eine Fähigkeitslücke. Die europäischen Nato-Staaten verfügen bislang nicht über eigene Mittelstreckenwaffen dieser Art und sind deshalb auf die USA angewiesen. Die Tomahawk-Marschflugkörper gelten als wichtig für die Abschreckung Russlands.

Deal soll Verteidigung stärken

Kreml-Chef Wladimir Putin (73) hat in der Exklave Kaliningrad Iskander-Marschflugkörper stationiert, die europäische Ziele erreichen könnten. Noch beim Nato-Gipfel am Mittwoch hatte Merz erklärt, die Gespräche mit den USA seien nicht abgeschlossen. Einen Tag später verkündete er die Einigung.

Bereits beim NATO-Gipfel 2024 hatten die USA angekündigt, ab 2026 Tomahawks sowie Raketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte Hyperschallwaffen in Deutschland zu stationieren. Unter US-Präsident Donald Trump (80) wurde das Vorhaben jedoch gestoppt.

Europa entwickelt eigene Raketen

Merz hatte im Mai erklärt, die USA verfügten wegen anderer militärischer Verpflichtungen selbst nicht über genügend Tomahawk-Marschflugkörper. Wann die Marschflugkörper geliefert und stationiert werden, ließ der Kanzler offen. Auch zum Umfang des Kaufs machte die Bundesregierung zunächst keine Angaben.

Indes wollen mehrere europäische Nato-Staaten eigene weitreichende Marschflugkörper entwickeln. Ziel ist ein europäisches System mit einer Reichweite von mehr als 2000 Kilometern. Merz betonte, Deutschland werde deshalb weiter daran arbeiten, „eigene europäische Systeme zu entwickeln“, die künftig in Europa stationiert werden können.

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