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Ukraine: Kostiantyn schnitt sich selbst das Bein ab – dann wurde er gerettet

Ukraine: Kostiantyn schnitt sich selbst das Bein ab – dann wurde er gerettet
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Kupjansk – Was dieser Mann erlebt hat, ist unvorstellbar! Monatelang harrte der ukrainische Soldat Kostiantyn (49) nach einem russischen Angriff allein an der Front aus, seine Beine zerfetzt von einer russischen Drohne. Mitten in vermintem Gebiet schien eine Rettungsaktion lange undenkbar – und Kostiantyn dem Tode geweiht. Doch jetzt gelang eine spektakuläre Rettungsaktion. Mit einer Flugdrohne gelang es der ukrainischen Armee, den Soldaten zu evakuieren. Das erste Mal überhaupt.

Eigentlich hätte Kostiantyn längst aufgeben müssen. Russische Soldaten hatten seine Kameraden getötet. Dann traf ihn im April eine russische Kamikaze-Drohne: Die Explosion verletzte seine Beine schwer. Wegen einer Nekrose starb ihm ein Bein ab. Mehrere Evakuierungsversuche scheiterten, deswegen versuchten seine Kameraden, ihn per Drohne am Leben zu halten, warfen Lebensmittel, Medikamente und Antibiotika ab.

Doch mit einem freiliegenden Knochen an seinem verbliebenen Bein konnte Kostiantyn nicht zu den Paketen kriechen. Der Soldat tat deshalb das Unvorstellbare: Er schnitt sich das schwer verletzte Bein selbst ab – mit einem stumpfen Messer, das er normalerweise zum Öffnen von Konserven nutzte. Das berichtete der Soldat nach seiner Rettung dem Sender „ICTV“.

Endlich sieht Kostiantyn seine Familie wieder

Für seine Rettung entschied sich die Armee gegen einen Helikopter – zu riskant an der Front. Stattdessen wurde eine Bomber-Drohne umgerüstet. Kostiantyn musste sich selbst an der Konstruktion befestigen, seine Kameraden hatten ihm zuvor per Video erklärt, wie er sich sichern sollte. 62 Kilometer weit trug die Drohne den schwer verletzten Ukrainer. So weit wie möglich weg von seiner Stellung, weg von den russischen Truppen.

Ausgerechnet der Flug in die Freiheit machte Kostiantyn dabei noch einmal Angst. Die Drohne sei zeitweise so hoch geflogen wie „drei zehnstöckige Gebäude“, erzählte er „ICTV“. Wäre sie abgestürzt, wäre er vermutlich tot gewesen. Doch sie brachte ihn durch. Nach der Landung habe er vor allem „Erleichterung“ gespürt, sagte er. Und er freue sich, seine Familie bald wiederzusehen.

Im Krankenhaus mussten die Ärzte den schwer verwundeten Soldaten zunächst mehrere Tage stabilisieren, anschließend wurde er mehrfach operiert. Beide Unterschenkel sind jetzt vollständig amputiert. Doch Lebensgefahr besteht nicht mehr. Kostiantyn hat überlebt.

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