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377 Jobs weg: Siemens lässt deutsche Tochterfirma fallen

377 Jobs weg: Siemens lässt deutsche Tochterfirma fallen
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Nürnberg – Schock für Hunderte Mitarbeiter der Siemens-Tochter Evosoft: Der Software-Dienstleister steht vor dem Aus – zumindest in Deutschland. Der Tech-Konzern hat entschieden, hierzulande die Pforten zu schließen, die Jobs wandern ins Ausland.

Seit mehr als 30 Jahren unterhält die evosoft GmbH ihren Hauptsitz in Nürnberg und weitere Standorte in Deutschland und Ungarn sowie Außenbüros in Rumänien und der Türkei. Mit weltweit 2100 Mitarbeitern entwickelt das Unternehmen maßgeschneiderte Software-, IT- und Automatisierungslösungen. 95 Prozent der Aufträge erhielten die deutschen Standorte von dem Mutterkonzern Siemens, doch damit ist bald Schluss. Nach der Schließung sollen sie an Zweigstellen im Ausland vergeben und dort bearbeitet werden.

Wann die deutschen Standorte schließen

Die Maßnahme ist laut dem Handelsblatt Bestandteil einer Umstrukturierung bei Siemens. Auch bei dem Mutterkonzern sollen demnach Chefposten gestrichen werden. Weil die Aufträge ins Ausland gehen, fehlt der deutschen Tochter künftig die Geschäftsgrundlage. Das bestätigte ein Siemens-Sprecher im Gespräch mit inFranken.de. Weil sich der Standort dann nicht mehr lohnt, machen bis Ende 2027 alle Zweigstellen des Unternehmens in Deutschland dicht. Von den 377 betroffenen Mitarbeitern arbeiten 340 in der Hauptzentrale in Nürnberg. Die übrigen Mitarbeiter verteilen sich auf Standorte in Amberg, Köln, Erlangen, Karlsruhe und München.

Was passiert mit den Mitarbeitern?

Erste Verhandlungen für einen sozialverträglichen Stellenabbau laufen bereits. Zudem sollen möglichst viele Mitarbeiter von Siemens übernommen werden. Sie haben die Möglichkeit, sich in den kommenden anderthalb Jahren auf offene Jobs zu bewerben. Bis zur geplanten Schließung läuft der reguläre Geschäftsbetrieb weiter. Neue Aufträge werden in Deutschland allerdings nicht mehr angenommen. Eine BILD-Anfrage blieb bisher unbeantwortet.

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