RB Leipzig kämpft weiter gegen leere Plätze in der Red-Bull-Arena. Dazu gehört auch eine festgelegte Rate an Heimspielen, die mit einem Jahresticket besucht werden müssen. Nun ist klar, wie vielen Fans die Sachsen die Dauerkarten entziehen, weil sie zu wenige Spiele in der vergangenen Saison im Stadion verfolgten.
700 Dauerkarten werden gekündigt
Mindestens zehn der 17 Heimspiele müssen im Stadion verbracht werden, damit Fans ihre Dauerkarte behalten dürfen. Nach Prüfungen aller Härtefälle und Entschuldigungen für Fehl-Spiele haben am Donnerstag 500 Menschen mit insgesamt 700 Dauerkarten die Kündigung von RB Leipzig erhalten.
Nach der vergangenen Saison waren es noch rund 2000 Fans, die ihre Dauerkarte nicht behalten durften, weil sie zu selten gekommen waren. Die Maßnahmen zeigen nach Klub-Angaben also Wirkung. Prozentual sank die Quote der Menschen, die ihre Mindestbesuche nicht erreichten, von zehn Prozent auf fünf Prozent.
4000 Fans auf Warteliste für Dauerkarten
„Das zeigt: Zweitmarktbörse, Dauerkartenreduktion, Mindestnutzung, Bonifizierungen: Die getroffenen Ticketing-Maßnahmen haben sich auch in dieser Saison ausgezahlt“, teilt RB Leipzig mit.
Eine Reduzierung der Dauerkartenanzahl von 24.500 auf 24.000 für die kommende Saison soll die Nachfrage weiter steigern und auch Ticketkontingente für einzelne Spiele erhöhen. Laut RB ist das Kontingent weg, und es stehen bereits 4000 Interessenten auf der Warteliste für eine Dauerkarte für die kommende Saison.
No-Show-Rate auf acht Prozent gesenkt
Die Leipziger kämpfen gegen leere Ränge in der Arena und haben die so genannte No-Show-Rate, also die Anzahl gekaufter, aber nicht genutzter Eintrittskarten, in der abgelaufenen Saison auf acht Prozent gesenkt. „Das ist der beste Wert der zehnjährigen Bundesligageschichte. Damit sind im Schnitt mehr als 40.000 Fans bei Bundesliga-Spielen zugetreten. Achtmal war die Red Bull Arena ausverkauft“, meldet der Verein.
Für die Strategien in dem Thema hat RB Leipzig sogar einen Preis gewonnen. In Manchester gab es auf dem Ticketing-Business-Forum den Ticketing-Business-Award 2026 für die Sachsen.