Berlin – Klartext-Ansage aus der CSU zur Migration! Die Bundestagsabgeordnete und Gesundheitsexpertin Emmi Zeulner (39) findet: Es sollen nur noch diejenigen Ausländer nach Deutschland kommen, die dem Land etwas bringen. „Wir wollen in Deutschland Leute, die uns nützen, und nicht Leute, die uns ausnützen“, so Zeulner zu BILD. Damit schiebt Zeulner eine Tabudebatte an.
Die CSU unterscheide sich in diesem Punkt zum Beispiel deutlich von den Grünen. „Bei den Grünen ist die Politik der offenen Grenzen Programm – unabhängig von den Ursachen des Kommens“, so Zeulner. Das bringe Deutschland „über die Grenze des Belastbaren hinaus“.
2025 kamen 1,48 Millionen Personen nach Deutschland, zugleich zogen 1,25 Millionen weg. Macht unterm Strich ein Plus von 235.000 (Statistisches Bundesamt). Für Asylsuchende gab der Bund rund 25 Milliarden Euro aus (3 Milliarden Euro weniger als 2024). Wenn es nach Zeulner ginge, müssten abgelehnte Asylbewerber konsequent abgeschoben werden.
Zeulner sagt, dass „die Grünen in der Migrationspolitik oft falsch abbiegen“. Als Beispiel nennt sie die jahrelange Blockade einer Entscheidung über sichere Herkunftsländer, „obwohl unsere Justiz überlastet ist“.
Der Asylexperte Prof. Daniel Thym (53, Uni Konstanz) unterstützt die CSU-Frau. „Migration ist für den Sozialstaat nicht immer ein Gewinn“, so Thym zu BILD. Aus Syrien etwa seien „einige tausend Ärzte“ gekommen, „aber über 500.000 der Erwachsenen aus Syrien in Deutschland haben keinen Berufsabschluss“. Der Jurist weiter: „Asylbewerber schneiden im Durchschnitt deutlich schlechter ab als Menschen, die als Arbeitskräfte kommen.“ Begründung: Weil ihnen „Qualifikation, Sprachkenntnisse und andere Erfolgsvoraussetzungen“ fehlen.
Die Zahl der Asylanträge ist im Mai auf den tiefsten Mai-Stand seit 14 Jahren gefallen. Bundesweit wurden 5566 Asylanträge gestellt, teilte das Bundesinnenministerium mit. Für einen Mai sei dies der niedrigste Asyl-Zugang seit Mai 2012 gewesen, sagte eine Sprecherin des Ministeriums. Damals seien 4880 Erstanträge gezählt worden. Ein guter Zeitpunkt, um über die Einwanderung Hochqualifizierter nach Deutschland nachzudenken.