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Kult-Maskottchen in Öl: Trigema-Affe hängt jetzt in der Ahnengalerie

Kult-Maskottchen in Öl: Trigema-Affe hängt jetzt in der Ahnengalerie
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Burladingen (Baden-Württemberg) – In der Chefetage von Trigema hängt jetzt ein Affe im Goldrahmen. Es ist Charly, das Kult-Maskottchen des Familienunternehmens aus Burladingen. Sein Ölporträt schmückt nun in der Ahnengalerie der Unternehmerfamilie Grupp, im Anzug, zwischen den Porträts der großen Firmen-Ahnen.

Für Trigema ist Charly längst mehr als nur ein Werbegag. Seit 1990 gehört der Affe zur Werbung des Unternehmens. Ab 1992 lief der Spot auf dem begehrten Werbeplatz kurz vor der „Tagesschau“. Millionen Zuschauer sahen damals den Schimpansen mit Hemd, Krawatte und Brille vor dem Mikrofon.

Der kuriose Anfang: Der Film war ursprünglich gar nicht für Trigema gedreht worden. Das Unternehmen kaufte die Rechte, legte eine eigene Tonspur darüber und machte aus dem Affen eine der bekanntesten Werbefiguren Deutschlands. Der Sprech-Trick war simpel: Charly kaute Nüsse. Dadurch sah es so aus, als würde er reden.

Zusammen im Spot, getrennt am Set

Später war Charly auch in Spots mit Wolfgang Grupp (84) senior zu sehen. Wobei „mit“ nicht ganz stimmt. Grupp sagte der „Augsburger Allgemeinen“: „Wir wurden beide unabhängig voneinander gefilmt. Ich wurde aufgenommen, wie ich durch die Produktion lief. Der Affe wurde von einem Tierhalter gefilmt.“ Die Szenen seien zusammengeschnitten worden.

Vom TV-Affen zum KI-Model

Nach Kritik von Tierschützern wurde aus dem echten Affen später eine 3D-Figur. 2024 folgte der nächste Karrieresprung: Trigema erfand Charly als KI-Fashion-Influencer neu. Aus dem Affen am Nachrichtenpult wurde ein Mode-Affe im Hoodie. Dazu brachte Trigema auch eine eigene Charly-Kollektion heraus, unter anderem mit Fan-Shirt und Kapuzenpullover.

Jetzt also Ölporträt statt Werbespot. Gemalt wurde Charly von der Burladinger Künstlerin Hanna Bastian (53). Den vergoldeten Rahmen fertigte Vergolderin Sylvia Reh (48). 100 Prozent made in Germany, wie es sich für Trigema gehört. Die Entstehung wurde mit der Kamera begleitet.

Charly hängt, die aktuellen Chefs müssen noch warten

Wolfgang Grupp junior sagte dem SWR, Charly sei schon länger Teil der Betriebsfamilie als seine Schwester Bonita und er selbst. Während der Affe nun in der Ahnengalerie hängt, müssten die beiden Geschäftsführer auf diesen Platz noch warten. Außerdem meinte Grupp junior: „Sieht Charly besser aus als wir.“

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