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Namibia: Nach Flugzeugabsturz – Leiche von Silke Lohmiller gefunden

Namibia: Nach Flugzeugabsturz – Leiche von Silke Lohmiller gefunden
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Windhuk (Namibia) – Es gab kaum noch Hoffnung, jetzt ist es traurige Gewissheit. Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit vier deutschen Todesopfern in Namibia ist jetzt auch die Leiche von Silke Lohmiller (61) gefunden worden. „Alle Opfer wurden identifiziert, einschließlich der sterblichen Überreste der weiblichen Passagierin“, sagte die Polizei. Die Leichen würden nun nach Deutschland überführt.

Leiche tagelang nicht gefunden

Bei dem Unglück am 10. Mai kamen ein Ehepaar und ihr Sohn aus Bad Rappenau (Baden-Württemberg) sowie der deutsche Pilot ums Leben. Bei dem Ehepaar handelt es sich um Ex-Kaufland-Manager Richard Lohmiller (66) und seine Frau Silke. Auch ihr Sohn Henry (19) starb.

Suchtrupps bargen zunächst die Leichen der drei Männer. Die sterblichen Überreste der Frau konnten für viele Tage nicht geortet werden. Das Ehepaar hatte in der Schwarz-Gruppe, zu der auch Lidl und Kaufland gehören, über Jahrzehnte verantwortungsvolle Positionen inne und galt als eng mit Firmeninhaber Dieter Schwarz verbunden.

Absturz nah am Berggipfel

Die Ermittlungen zur Absturzursache dauern weiter an. Die Such- und Bergungsarbeiten waren laut Polizei mit großen Herausforderungen verbunden. Die Absturzstelle befinde sich fast am Gipfel eines Bergs in einer steilen Schlucht. Das Gelände sei äußerst unwegsam gewesen, selbst zu Fuß. Die Opfer hätten nicht bergab transportiert werden können, sondern mussten mit einem Hubschrauber geborgen werden. Zudem habe das Flugzeug Feuer gefangen und sei stark beschädigt worden.

Die Propellermaschine, die von der namibischen Hauptstadt Windhuk gestartet war, hatte den Behörden zufolge keinen Kontakt zur Flugsicherung aufgenommen. Der Kleinflieger sollte etwa eine Stunde später auf der privaten Landebahn einer Lodge in der Gegend Sossusvlei landen, erreichte aber nie sein Ziel. Die Trümmerteile hatte ein Suchflugzeug etwa zwei Kilometer von der Ortschaft Hammerstein in der entlegenen, bergigen Region Hardap gefunden.

Ermittlungen zur Unfallursache dauern an

Nach Angaben von Philippine Lundama, der Direktorin der namibischen Behörde für Flugunfalluntersuchungen (DAAI), muss noch abschließend festgestellt werden, ob die Cessna 210 einen Flugschreiber an Bord hatte und ob dieser gefunden wurde. Ermittler werteten unter anderem Wrackteile, Flugzeug- und Wartungsunterlagen sowie Wetterdaten aus. Auch ob Wetterbedingungen eine Rolle gespielt hätten, könne noch nicht gesagt werden. Die DAAI arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der deutschen Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) zusammen.

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