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Neu in diesem Urlaubsland: Bei Stau gibt's die Maut zurück

Neu in diesem Urlaubsland: Bei Stau gibt's die Maut zurück
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Rom – Gute Nachricht für Urlauber. Wer in Italien im langen Stau steht, kann jetzt seine Maut zurückbekommen! Erstattung gibt’s schon, wenn es auf einer Strecke von bis zu 50 Kilometern zehn Minuten länger dauert als üblich. Die neue Regelung gilt ab 1. Juni. Eine Einschränkung gibt es dennoch.

Die neue Erstattungs-Regel gilt nur dann, wenn der Stau durch eine Baustelle ausgelöst wurde. Je nachdem, wie lange man auf der gebührenpflichtigen Autobahn steht, gibt’s einen Teil oder sogar die gesamte Maut zurück. Das legte die Nationale Verkehrsbehörde ART nun fest. Mit dieser Autofahrer-freundlichen Neuerung ist Italien weltweit Vorreiter.

So funktioniert die Maut-Erstattung

Die Erstattung soll künftig auch über eine gemeinsame App beantragt werden können. Nach Angaben der Verbraucherschutzorganisation Codacons ist diese jedoch bislang noch nicht verfügbar. Die Autobahn-Betreiber müssen deshalb andere Wege zur Antragstellung anbieten, etwa über ihre Internetseiten oder Service-Hotlines.

Die Höhe der Entschädigung wird nach Vorgaben der Verkehrsbehörde ART berechnet. Auch in welchem Umfang ausländische Autofahrer von der Neuregelung profitieren, ist bislang nicht im Detail geregelt.

Klar ist, bei längeren Strecken soll es ab einer Verspätung von 15 Minuten eine Erstattung geben. Bei einer Verspätung von mindestens drei Stunden durch Stau muss die gesamte Maut erstattet werden. Bei sogenannten Notfall-Baustellen oder bei Unfällen und wetterbedingten Störungen gibt’s kein Geld zurück.

Allerdings gibt es Kritik: Nach den neuen Regeln dürfen Autobahn-Betreiber die Kosten für Entschädigungen teilweise oder sogar vollständig über spätere Mauterhöhungen wieder hereinholen.

12 Millionen deutsche Italien-Urlauber pro Jahr

Italien war laut Deutschem Reiseverband (DRV) zuletzt das drittbeliebteste Urlaubsland der Deutschen hinter Spanien und der Türkei. Rund zwölf Millionen Urlauber machten sich 2023 von Deutschland auf den Weg an die Adria, nach Südtirol oder an den Gardasee. Insgesamt gibt es in Italien etwa 7000 Kilometer Autobahnen. Für den allergrößten Teil ist Maut fällig.

Italiens Verkehrsminister Matteo Salvini bezeichnete den neuen Beschluss als „Wendepunkt“ für die Umsetzung von Rechten von Autofahrern. „Es handelt sich um eine Schutzmaßnahme für Reisende“, ergänzt ART-Präsident Nicola Zaccheo. Die Maßnahme diene „einem konkreten Bedürfnis: den Bürgern, die immer häufiger mit Verzögerungen und Unannehmlichkeiten aufgrund von Baustellen oder Verkehrsblockaden konfrontiert sind, mehr Sicherheit zu bieten“, heißt es in der Mitteilung der ART.

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