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Bayer Leverkusen: 13 Jahre nach Phantomtor: TSG Hoffenheim verhöhnt Stefan Kießling

Bayer Leverkusen: 13 Jahre nach Phantomtor: TSG Hoffenheim verhöhnt Stefan Kießling
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Leverkusen/Hoffenheim – Ein Tor, das keins war, erregt nach 13 Jahren immer noch die Gemüter. Wenn Leverkusen am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) in Hoffenheim spielt, wird das legendäre Phantomtor von Stefan Kießling (42) wieder Thema sein. Denn die TSG hat die Sache mit einem peinlichen Plakat angeheizt.

Rückblick: Am 18. Oktober 2013 gewann Bayer 2:1 in Sinsheim. Das 2:0 fiel in der 71. Minute nach einem Kopfball durch Leverkusens Ex-Nationalstürmer Kießling – aber der Ball war von außen durch ein Loch im Netz in den Hoffenheimer Kasten geflogen. Dem Schiri war die Sicht versperrt, Felix Brych gab den Treffer. Damals gab es weder Torlinientechnik noch Videobeweis. Das DFB-Sportgericht verhandelte den Fall zehn Tage später. Urteil: Der Schiri-Fehler war eine Tatsachenentscheidung, Hoffenheims Einspruch wurde abgewiesen. Leverkusen behielt die drei Punkte.

Kießlings Familie ein Jahr unter Polizeischutz

Auf ihren Spielankündigungsplakaten verhöhnt die TSG Kießling jetzt mit diesem Satz: „Es war kein Tor, Stefan.“ Ein mindestens fragwürdiger „Werbe-Gag“, da sich Kießling nach dem Nicht-Tor einer üblen Hetzjagd ausgesetzt sah. Seine Familie lebte ein Jahr unter Polizeischutz, weil es Mord- und Entführungsdrohungen gab. Ein CDU-Politiker wünschte dem Bundesliga-Torschützenkönig der Saison 2012/13 öffentlich „einen doppelten Beinbruch“.

Wie reagiert Kießling auf die Hoffenheimer Aktion? Der heutige Klub-Repräsentant von Bayer 04 sagt zu BILD: „Ich habe das mit dem Plakat mitbekommen. Am liebsten würde ich zu dem Thema nichts mehr sagen, weil nach diesem Spiel leider sehr viel passiert ist. Aber das wird nie möglich sein, weil dieses Tor nun mal in den Geschichtsbüchern steht.“

Die TSG erklärt auf BILD-Nachfrage: „Bei der TSG Hoffenheim fiel vor 13 Jahren eines der bekanntesten Tore der Bundesliga-Geschichte: durch Stefan Kießling von Bayer Leverkusen. Auf dieses Ereignis haben wir vor unserem Heimspiel am Sonntag gegen die Werkself Bezug genommen.“ Der Verein räumt ein: „Unsere Spieltags-Kampagnenmotive sind durchaus provokant. Sie zielen jedoch nie darauf ab, zu verletzen. Sollte dies so wahrgenommen worden sein, bedauern wir das sehr.“

Leverkusens Sport-Boss Simon Rolfes (44) war damals Kapitän. Er hat kein Verständnis für den Hoffenheimer Spruch: „Ganz wichtig – bevor man solch ein Plakat aufhängt, sollte man noch mal das Tornetz kontrollieren, ob diesmal keine Löcher drin sind. Das wäre hilfreich. Das hatte mich damals schon aufgeregt, keiner der Hoffenheimer Verantwortlichen hatte ‚sorry‘ gesagt. Die Zeit war alles andere als witzig für Stefan. Er hatte sich abgedreht und nicht gesehen, dass der Ball daneben gegangen ist. Das hatte vor 13 Jahren schon keiner verstanden, wie soll man das jetzt verstehen?“

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