Bahnt sich jetzt eine Wende an? Portugals Verbandspräsident Pedro Proença (55) schlägt bei einer Stadioneinweihung in Porto am Samstag versöhnliche Töne in Richtung Cristiano Ronaldo (41). Der hatte mit seiner Abreise aus dem Quartier des Nationalteams für einen Eklat gesorgt und wurde vorläufig vom Verband gesperrt.
Proença vor Journalisten: „Der Verband, der Trainer, alle Teamkollegen sind sich einig: Jeder will Cristiano zurück. Ich erwarte ihn bereits während der internationalen Pause im November.“ Ein endgültiges Urteil von der Disziplinarkommission über ein mögliches Strafmaß für Ronaldo gibt es bislang nicht. Zum zeitlichen Ablauf sagte Proença: „Das hängt allein von der Disziplinarkommission ab, die als autonomes Gremium die Arbeit erledigen wird.“
Hintergrund des Krachs: Ronaldo soll über seine sportliche Rolle verärgert gewesen sein. Trainer Jorge Jesus (72) hatte Ronaldo beim 2:1 gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank schmoren lassen. Darauf folgte der Paukenschlag: Nach Gesprächen mit Proença und dem Trainer verließ Ronaldo das Trainingslager in Dänemark.
Ronaldo entschuldigte sich
Inzwischen hat sich der Superstar bei Fans und Mitspielern für seinen überstürzten Abgang entschuldigt. Dabei soll er auch eingeräumt haben, dass sein Verhalten Konsequenzen verdient. Zudem habe Ronaldo zugesichert, eine Entscheidung der Disziplinarkommission ohne Vorbehalte zu akzeptieren.
Bislang bestritt der frühere Stürmerstar von Real Madrid, Manchester United und Juventus Turin für Portugal 234 Länderspiele, in denen er 146 Tore erzielte – beides Rekordmarken im internationalen Fußball. Titelverteidiger Portugal gewann alle vier Nations-League-Spiele in den beiden turbulenten Wochen und steht vorzeitig im Viertelfinale.