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Deutsche Industrie verliert weltweit an Boden – Angst vor Absturz

Deutsche Industrie verliert weltweit an Boden – Angst vor Absturz
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Berlin – Es ist das nächste Alarmsignal für die deutsche Wirtschaft! Jedes vierte Unternehmen fürchtet, auf Märkten außerhalb der EU weiter an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren. Das ergibt eine neue Umfrage des renommierten ifo-Instituts aus München – sie zeigt, wie groß die Absturz-Angst selbst in ehemaligen Vorzeige-Branchen ist.

„Die deutsche Industrie kann auf den internationalen Märkten weiterhin keinen Boden gutmachen“, warnt Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Besonders dramatisch ist der Absturz in der Autoindustrie. Dort klagen 43 Prozent (also fast jedes zweite Unternehmen!) über eine massiv verschlechterte Wettbewerbsposition außerhalb der EU. Nicht viel besser sieht es in anderen Schlüsselbranchen aus: In der Metallerzeugung und -bearbeitung sind es 29 Prozent, in der Chemie-Industrie 26 Prozent und im Maschinenbau 25,5 Prozent. Einzige Ausnahme ist die Getränkeindustrie, die bessere Aussichten hat.

Experte sieht strukturelle Probleme

Aber: Viele Unternehmen stehen auch innerhalb Europas unter Druck. Auch hier klagen besonders oft Unternehmen aus der Auto- (knapp 25 Prozent) und Chemie-Industrie (22 Prozent) über eine schlechtere Wettbewerbsposition. Eine Verbesserung ist laut dem Ifo-Experten nicht in Sicht: „Die Wettbewerbsprobleme der deutschen Industrie sind struktureller Natur“, sagt Wohlrabe. „Kurzfristige konjunkturelle Verbesserungen allein werden daran wenig ändern.“

Wie ernst die Lage ist, zeigt sich auch auf dem Arbeitsmarkt. So gehen bei den deutschen Autoherstellern die Arbeitsplätze derzeit schneller verloren als in jeder anderen Industriebranche. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts waren Ende des ersten Halbjahres 2026 dort nur noch 691.500 Menschen beschäftigt – so wenige wie noch nie seit Beginn der vergleichbaren Statistikreihe im Jahr 2005. Allein im vergangenen Jahr verloren 42.300 Auto-Beschäftigte (knapp 6 Prozent) ihren Job.

Auch insgesamt hat die Industrie im ersten Halbjahr weiter Stellen abgebaut. ​Im Verarbeitenden Gewerbe wurden Ende Juni noch 5,29 Millionen Beschäftigte gezählt – das sind 144.100 Jobs weniger als ein Jahr zuvor.

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