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Die Lage der Liga: Werden Musiala und El Mala die Spieler der Saison?

Die Lage der Liga: Werden Musiala und El Mala die Spieler der Saison?
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Was verbindet Musiala und El Mala?

Beide tragen in ihren Klubs jetzt die legendäre Nummer 10. Beide hoffen auf einen Nationalelf-Neustart unter Jürgen Klopp. Und beide waren die Spieler der Woche – wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise.

Jamal Musiala versetzte der ahnungslosen Öffentlichkeit einen Schock mit seinen zwei Zusammenbrüchen innerhalb von vier Tagen. Dass er erst nach Kollaps Nummer zwei über seine „Absencen“, also seine kurzen Bewusstseinsstörungen im Gehirn, informierte, kann man Musiala nicht verdenken.

Eine chronische Nervenkrankheit ist im Fußballgeschäft viel schwerer zu vermitteln als ein „schöner“ Beinbruch.

Dass die Bayern-Verantwortlichen und Mitspieler (ebenso die des DFB) damit umgehen können, haben sie ja in der langen Zeit der geheimgehaltenen Diagnose bewiesen.

Dass Trainer Vincent Kompany im Supercup beim Erzrivalen Dortmund auf Musiala verzichtete, lässt sich nachvollziehen.

Dass die Bayern-Fans ihren Jamal am Freitag beim Liga-Heimstart gegen Stuttgart unterstützen (falls er spielt), ist logisch.

Doch wie gehen die fremden Stadien mit der Situation um? So scheußliche Entgleisungen und Schmähplakate wie vor zehn Jahren gegen Ralf Rangnick nach dessen Burn-out – so etwas darf es nie wieder geben. Auch Max Eberl kann ein böses Lied davon singen.

Warum kann man bei Musiala optimistisch sein, dass sich so etwas nicht wiederholt? Weil er einer der beliebtesten deutschen Profis ist, obwohl er für den nicht bei allen so ganz beliebten FC Bayern spielt.

Weil die Fankurven inzwischen sehr viel sensibler reagieren als früher, weil Ultras z. B. bei Notarzt-Einsätzen sogar ihre Gesänge einstellen.

Und: weil keiner, der an das Gute im Fußball glaubt, einen Spieler wegen eines gesundheitlichen Problems verunglimpfen würde. Hoffentlich.

Apropos das Gute im Fußball: Dass Saïd El Mala in Köln bleibt, ist eine echte Nicht-Transfer-Sensation!

Klar, wenn sich BVB und FC über die Ablöse geeinigt hätten, wäre er jetzt ein Schwarz-Gelber. Stattdessen haben die Dortmunder viel Geld gespart und die Kölner einen neuen Helden geboren.

El Mala bekommt die hochverehrte Poldi-Zehn auf dem Rücken und seinen Namen auf Plakaten in der ganzen Stadt.

Dat is wat for et kölsche Hätz (auf Deutsch: Das ist was für das Kölner Herz).

Man mag es kaum glauben: Spielt bei der Entscheidung des talentierten Stürmers tatsächlich das Heimatgefühl eine Rolle? Nach dem kölsch-englischen Motto „Home es wo d’r Dom es“ (auf Deutsch: Zu Hause ist, wo der Dom ist).

Die Sensation hinter der Sensation: El Mala verlängerte sogar noch bis 2031. Zu erwarten, dass er so lange noch in Köln kickt, wäre etwas zu viel der Romantik.

El Mala und Musiala – werden aus den Spielern der Woche sogar die Spieler der Saison?

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