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FAZ-Korrespondentin warnt bei RONZHEIMER: Migrationskrise in Frankreich explodiert

FAZ-Korrespondentin warnt bei RONZHEIMER: Migrationskrise in Frankreich explodiert
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Berlin/Paris – Die Gewaltexplosion in Frankreich erschüttert Europa. Am Wochenende marodierten Tausende Gewalttäter durch mehrere französische Städte, attackierten Sicherheitskräfte, plünderten Geschäfte und legten Brände. Jetzt warnt die renommierte Korrespondentin der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, Michaela Wiegel: Die Eskalation ist auch ein Ergebnis der verfehlten Migrations- und Integrationspolitik – und auch Deutschland brauche endlich eine ehrliche Debatte!

Dass es sich bei den Gewalttätern um Linksextreme sowie Franzosen mit Migrationshintergrund handele, sei eindeutig. Im Podcast von Paul Ronzheimer erklärte Wiegel, dass dies auf den Aufnahmen der Ausschreitungen, die oft von den Tätern selbst angefertigt wurden, klar am Aussehen sowie der arabischen Slang-Sprache erkennbar sei. Dazu kämen Linksextremisten, „die ihre Beteiligung bekannt gegeben haben“.

Über die migrantischen Gewalttäter sagte Wiegel: „Das sind Leute, die als Franzosen geboren wurden, aber dieses Zugehörigkeitsgefühl nicht entwickelt haben. Und dann kommen linksradikale Extremisten hinzu.“

„Eine Art Hass auf die Mehrheitsgesellschaft“

Wiegel macht klar, dass diese Kriminellen eine Minderheit der Migranten darstellten. Es seien „Franzosen, die meistens keinerlei Bindung mehr zu den Heimatländern ihrer Großeltern haben. Aber die auch in Frankreich sich nicht zu Hause fühlen und die tatsächlich eine Art Hass auf die Mehrheitsgesellschaft entwickelt haben.“

Die langjährige FAZ-Korrespondentin will auch nicht von „den“ Migranten sprechen. So feierten an den französischen Elite-Schulen „sehr viele asiatische Einwanderer auch Riesenerfolge“. Wiegel macht klar, was das Problem ist: „Es ist tatsächlich ein Scheitern von Integration, das nach meiner Lesart zumindest sehr eng verknüpft ist mit der Art und Weise, wie im Islam kulturell das Bild des Sohnes geprägt ist.“

Die Frankreich-Kennerin macht klar: „Es gibt Diskriminierung. Aber es gibt natürlich auch einen gewissen Mangel von bestimmten Leuten, der oftmals eben kulturell auch bedingt ist, sich wirklich zu integrieren.“ Die Kombination aus kulturellen und sozialen Problemen bringe in den Vorstädten Lebensläufe hervor, „die vom Schulabbruch oftmals direkt in die Kleinkriminalität führen“. Wiegel: „Das haben wir sogar auch schon bei den Terroranschlägen erlebt, dass es sich sehr oft bei den Dschihadisten um ehemalige Kleinkriminelle mit solchen kaputten Lebensläufen handelte.“

„Wir ermessen die Probleme noch gar nicht, die noch auf uns zukommen“

Die Migrations- und Integrationskrise in Frankreich unterscheide sich zwar von der in Deutschland, berge aber wichtige Lehren, sagte die Journalistin im RONZHEIMER-Podcast. „Der wesentliche Unterschied ist, dass in Frankreich die Frage der Einwanderung nicht ohne das Kolonialerbe diskutiert werden kann. (...) Das heißt, in Frankreich ist die ganze Debatte von Schuld, Verbrechen, Rache durchdrungen.“ Dennoch könne Deutschland „vom schlechten französischen Beispiel lernen“, weil die Probleme „strukturell sehr ähnliche sind, die wir auch erleben werden“.

Über die Migranten, die nach 2015 vor allem aus arabischen Ländern nach Deutschland gekommen sind, sagte Michaela Wiegel: „Mein Eindruck ist, dass wir da die Probleme noch gar nicht ermessen, die noch auf uns zukommen könnten.“ Es fange damit an, „dass man bestimmte kulturelle Eigenarten nicht weiter akzeptieren kann, wenn man als Mehrheitsgesellschaft harmonisch zusammenleben will“.

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