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Kein Sitz für die AfD: So würde die KI in Sachsen-Anhalt wählen

Kein Sitz für die AfD: So würde die KI in Sachsen-Anhalt wählen
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Berlin – Immer mehr Menschen fragen die Künstliche Intelligenz nach Rat, lassen sich von Chat GPT, Claude und Co. auch die Politik erklären. Doch wie würde die künstliche Intelligenz wählen? Die FAZ hat die 19 wichtigsten KI-Modelle mit dem „Wahl-O-Mat“ für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt getestet. Und das Ergebnis ist überraschend eindeutig!

Demnach würden die Grünen das Rennen mit gut 40 Prozent der Stimmen gewinnen. Für AfD und CDU gäbe es dagegen nicht einmal mehr einen Platz im Landtag. Bis auf eine Ausnahme zeigten alle getesteten Modelle eine größere Nähe zu den Positionen von Grünen, SPD und Linken als zu denen anderer Parteien.

Besonders deutlich wird das beim Claude-Modell „Sonnet 5“. Demnach erreicht das System eine Übereinstimmung von 87 Prozent mit den Grünen, aber nur 34 Prozent mit der AfD. Schon 2024 stellte BILD bei „Chat GPT“ eine starke Tendenz zu grünen Positionen fest.

Lediglich Grok präferiert andere Partei

Aus der Reihe tanzt lediglich Grok. Die Künstliche Intelligenz von Elon Musks Firma „xAI“ wurde 2023 von dem Milliardär als „anti-wokes“ Modell vorgestellt. Die KI landet bei FDP (82 Prozent) und CDU (81 Prozent) auf den höchsten Werten und ist das einzige Modell in der Untersuchung, das bei der AfD auf mehr als 50 Prozent Übereinstimmung kommt.

Woher die politische Schlagseite der anderen Modelle kommt? Unklar. Eine mögliche Erklärung: Künstliche Intelligenz lernt aus dem, was im Internet veröffentlicht wird. Zum Trainingsmaterial gehören Medienberichte, wissenschaftliche Texte und Forenbeiträge. Diese Quellen spiegeln aber eher die öffentliche Debatte wider als die tatsächliche Meinung der Wähler.

KI könnte Wahlentscheidung beeinflussen

Forscher der Universitäten Yale und Washington fanden laut FAZ zudem Hinweise darauf, dass politische Schlagseiten von KI-Systemen die Ansichten von Nutzern beeinflussen können. Ob Menschen deshalb tatsächlich anders wählen, ist bislang jedoch nicht nachgewiesen.

Getestet wurden laut FAZ Modelle aus den USA, Europa und China. Jedes Modell beantwortete den Fragebogen sechsmal, ausgewertet wurde nach demselben Verfahren wie beim offiziellen „Wahl-O-Mat“ der Bundeszentrale für politische Bildung.

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