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Mia Schem: Hamas-Geisel ist jetzt Top-Model

Mia Schem: Hamas-Geisel ist jetzt Top-Model
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Tel Aviv – Als die Welt sie zum ersten Mal sah, trug sie einen blutverschmierten Verband am Arm und blickte direkt in die Kamera. Hinter ihr: Gaza. Vor ihr: eine ungewisse Zukunft. Mia Schem war 21 Jahre alt, als Hamas-Terroristen sie am 7. Oktober 2023 vom Nova-Musikfestival verschleppten. Sie wurde angeschossen, nach Gaza gebracht und dort 54 Tage lang festgehalten. Später beschrieb sie die Zeit in der Gewalt ihrer Entführer als die schlimmste ihres Lebens. Sie habe sich „wie ein Tier im Käfig“ gefühlt.

Doch die 21-Jährige kämpfte sich ihre Zukunft zurück: Mittlerweile steht die heute 24-Jährige vor Kameras, läuft über rote Teppiche und arbeitet als Model. Auf Instagram folgen ihr rund 300.000 Menschen. Dort teilt sie Bilder von Reisen, Auftritten und Fotoshootings, zeigt aber auch weiterhin die Narben, die die Geiselzeit hinterlassen hat. „Von der Dunkelheit zum Sinn. Mit Licht“, schreibt sie in ihrer Instagram-Biografie.

Mia Schem erobert die Laufstege

Nach ihrer Freilassung Ende November 2023 wurde Mia zu einer der bekanntesten Stimmen der ehemaligen Geiseln. Sie sprach bei den Vereinten Nationen, nahm Termine im Weißen Haus wahr und kämpfte öffentlich für die Rückkehr der noch immer verschleppten Menschen. Gleichzeitig begann für sie ein persönlicher Neuanfang.

Die frühere Tätowiererin entdeckte die Modebranche für sich, arbeitet inzwischen mit bekannten israelischen Stylisten zusammen und steht regelmäßig für professionelle Shootings vor der Kamera. Fans feiern ihre Entwicklung. Unter ihren Bildern sammeln sich Tausende Kommentare. Viele bewundern ihre Stärke, andere schreiben ihr, wie sehr sie ihre Geschichte berührt.

Die Hamas-Geisel, die die Welt kannte

Dabei ist das, was Mia erlebt hat, kaum vorstellbar. Während der Entführung musste sie wegen ihrer Schussverletzung am Arm operiert werden. Angehörige berichteten später, sie habe nicht die notwendige medizinische Versorgung erhalten. Nach ihrer Freilassung schilderte Mia zudem psychischen Druck und Demütigungen durch ihre Entführer.

Besonders tragisch: Ihr Freund Elia Toledano, mit dem sie vom Festival fliehen wollte, überlebte nicht. Seine Leiche wurde Wochen später von der israelischen Armee in Gaza gefunden. Mia Schem trägt die Erinnerungen an jene Tage bis heute mit sich. Doch sie blickt nach vorn. Als Model, als Rednerin und als eine der bekanntesten ehemaligen Geiseln des Hamas-Terrors. Die Bilder aus Gaza haben Mia Schem bekannt gemacht. Die Bilder von heute erzählen eine andere Geschichte, erzählen ihre Zukunft.

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