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Nach Angriffen der USA auf Iran: Ölpreise knallen rauf

Nach Angriffen der USA auf Iran: Ölpreise knallen rauf
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Washington/Teheran/London – Die Angst vor einem neuen Öl-Schock ist zurück! Nach den massiven US-Angriffen auf den Iran und neuen Sanktionen gegen iranisches Öl schießen die Ölpreise wieder nach oben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Mittwochmorgen um 2,6 Prozent auf 76,09 Dollar. Damit kostet ein Barrel Brent inzwischen rund achteinhalb Prozent mehr als noch vor einer Woche. Anfang Juli war der Preis noch auf 70 Dollar gefallen – den tiefsten Stand seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar.

Auslöser der neuen Preis-Rallye: Die USA bombardierten in der Nacht nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele im Iran. Hintergrund waren erneute Attacken auf Tanker in der strategisch extrem wichtigen Straße von Hormus – einer der wichtigsten Öl-Routen der Welt. Besonders schwer getroffen wurde nach Angaben der Besatzung der katarische Flüssiggas-Tanker „Al-Rekayyat“. Katar macht den Iran verantwortlich und warnt vor einer Gefahr für die internationale Schifffahrt und die weltweite Energieversorgung.

Zusätzlich verschärft Washington den wirtschaftlichen Druck. Die USA setzen die erst vor gut zwei Wochen gelockerten Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft. Neue Geschäfte mit iranischem Rohöl sowie Petrochemie- und Erdölprodukten sind damit erneut verboten.

Iran droht mit Vergeltung

Teheran reagierte umgehend. Die US-Angriffe seien ein „schwerwiegender Verstoß“ gegen das Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges. Die Revolutionsgarden warnten: „Jede Fehlkalkulation wird mit einer entschlossenen und noch härteren Antwort als je zuvor beantwortet werden.“ Irans Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf schrieb auf X: „Die Ära der Schikane und Erpressung ist vorbei. Wir lassen uns nicht unterkriegen.“

Die neuen Angriffe gelten als schwerste Eskalation seit der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Eigentlich sollten Verhandlungen den Krieg beenden – doch die Gespräche liegen auf Eis. Für die Börsen ist klar: Solange die Lage in der Straße von Hormus außer Kontrolle zu geraten droht und neue Sanktionen den Ölmarkt belasten, dürfte der Preis weiter nach oben tendieren – mit möglichen Folgen für Sprit-, Heizöl- und Energiepreise weltweit.

Ein US-Beamter erklärte, der Iran profitiere nur dann von wirtschaftlichen Erleichterungen, wenn er seinen Verpflichtungen nachkomme. Das Verhalten Teherans in der Straße von Hormus sei „völlig inakzeptabel“.

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