Teheran – Die Lage im Nahen Osten eskaliert immer weiter! Nach der neunten Nacht in Folge mit schweren US-Luftangriffen schlägt der Iran Alarm – und spricht offen von einem „totalen Krieg“ gegen die Vereinigten Staaten. „Die Realität ist, dass die Islamische Republik Iran heute einem totalen Krieg gegenübersteht“, erklärte Präsident Massud Peseschkian (71) am Montag. Dieser werde von den USA geführt.
Die amerikanischen Angriffe treffen inzwischen längst nicht mehr nur den Süden des Landes. Nach Angaben iranischer Behörden wurden zuletzt auch Ziele im Zentrum und Nordwesten bombardiert. Bei Angriffen auf Tabris wurde mindestens ein Mensch getötet, mehrere weitere verletzt. Teheran meldete zudem neue Angriffe auf Buschehr, das einzig laufende Atomkraftwerk des Landes, sowie auf die im Bau befindliche Anlage Darkhovin.
US-Präsident Donald Trump (80) erklärte, die jüngsten Schläge würden „zu Ehren“ der zuletzt getöteten US-Soldaten durchgeführt. Drei amerikanische Soldaten kamen in den vergangenen Tagen im Nahen Osten ums Leben – zwei bei iranischen Angriffen in Jordanien, ein weiterer im Irak. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar starben nach US-Angaben insgesamt 17 amerikanische Soldaten. Der Iran spricht von bislang 50 Toten und mehr als 500 Verletzten.
Iran verschärft Druck auf Straße von Hormus
Besonders heikel: Der Iran verschärft den Druck auf die lebenswichtige Straße von Hormus. Die Revolutionsgarden teilten mit, zwei Tanker seien beim Versuch, die Meerenge zu passieren, „explodiert“ und anschließend festgesetzt worden. Die britische Seesicherheitsorganisation UKMTO berichtete von einem Frachtschiff, das nach einem Treffer durch ein „Projektil“ in Brand geraten sei.
Außenamtssprecher Esmaïl Baghaï (50) verteidigte das Vorgehen: „Wir dürfen nicht zulassen, dass diese Wasserstraße erneut zweckentfremdet wird, um die Sicherheit und die nationalen Interessen Irans zu bedrohen.“ US-Außenminister Marco Rubio (55) rief die internationale Gemeinschaft dazu auf, gemeinsam mit Washington den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu schützen. Die Straße, über die vor Kriegsbeginn rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gashandels lief, bleibt blockiert.