Vor 20 Jahren reichten ein paar Gitarrenakkorde und die Worte „Wenn jetzt Sommer wär“ – und plötzlich kannte halb Deutschland Ingo Pohlmann. Der Song wurde zum Dauerbrenner, der Mann mit dem Vogel auf der Gitarre zu einem der markantesten deutschen Singer-Songwriter.
Seitdem ist einiges passiert: sechs Alben, zwei EPs, eine Kinderplatte und unzählige Konzerte. Pohlmann ist längst nicht mehr nur der Mann, der sich den Sommer herbeisingt. Auf seinem neuen Album „Beweggründe“ schaut er auf Familie und persönliche Beziehungen, aber auch auf eine Welt, die manchmal ganz schön aus den Fugen geraten scheint.
Zum Start des neuen Albums „Beweggründe“ können Sie im Rahmen der eBay-Charity-Auktionen zugunsten von „Ein Herz für Kinder“ ein von Pohlmann gemaltes Gemälde ersteigern. Am 17. Juli zeigte Pohlmann bei seiner ersten Vernissage auch das Bild „Mariannengraben“ – gemalt mit Tinte und Acryl auf Leinwand –, das in Verbindung zu dem gleichnamigen Song steht, welcher sich auf seinem neuen Album befindet. Dazu gibt’s ein von Pohlmann signiertes Album auf Vinyl. Hier geht’s zur Auktion: http://shop.ebay.de/merchant/ein.herz.fuer.kinder
Plötzlich wird aus Musik ein Bild
Ziemlich genau zwei Jahrzehnte liegen inzwischen zwischen „Wenn jetzt Sommer wär“ und dem neuen Album. Und schon der Titel „Beweggründe“ verrät, dass Pohlmann dieses Mal wissen will, was Menschen antreibt.
„So an Dich gewöhnt“ und „Komm jederzeit“ widmen sich der Familie. Doch der Musiker schaut auch über das eigene Leben hinaus. Mal melancholisch wie in „Anstecknadel“, mal mit ordentlich Energie wie bei „Fallrückzieher auf Kopfsteinpflaster“ beschäftigt er sich mit den Widersprüchen unserer Zeit, die wir aushalten und angehen müssen.
Noch schnell die Welt anschauen
Das führt auch zu dem satirisch ironischen Song namens „Endzeittouri“ in dem der menschengemachte Klimawandel und die Eigenverantwortlichkeit den Protagonisten vor Erschöpfung doch in den Urlaub schickt, um sich die bedrohten Sehnsuchtsorte noch einmal anzuschauen.
Pohlmann verbindet darin Humor mit ziemlich ernsten Fragen: Wie groß ist die Lust auf das Leben, wenn gleichzeitig die Angst wächst, etwas davon zu verlieren? Und schauen wir den Veränderungen um uns herum nur zu oder können wir selbst noch etwas bewegen?