Hauptnachrichten

Prozess: Er ist Vater. Er ist Lehrer. Und er hat Unvorstellbares getan

Prozess: Er ist Vater. Er ist Lehrer. Und er hat Unvorstellbares getan
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Köln – Er stand vor der Klasse. Er hielt sein Kind im Arm. Und er beging Verbrechen, die kaum in Worte zu fassen sind: Ein Physiklehrer aus Köln vergewaltigte sein eigenes Baby. Auch eine seiner Schülerinnen missbrauchte er. Jetzt muss er ins Gefängnis. Das Landgericht Köln verurteilte den Mann zu fünf Jahren und drei Monaten Haft.

Damit kommt es zu einer deutlichen Verschärfung gegenüber dem ersten Urteil, das im Dezember 2024 gefallen war: drei Jahre und zehn Monate. Der Bundesgerichtshof hatte den Schuldspruch jedoch korrigiert: Einzelne Taten waren fälschlicherweise nur als Versuche gewertet worden – dabei waren sie vollzogen worden. Es kam zur Neuverhandlung.

Sexspielzeug im Unterricht

Die Verbrechen beging der Mann noch während seiner Zeit als Vertretungslehrer an einem Gymnasium. Zu einer damals 16-jährigen Schülerin unterhielt er eine sexuelle Beziehung. Den Missbrauch beging er mitten im Unterricht – er aktivierte per Fernbedienung ein Sexspielzeug. Das Gericht wertete das als sexuellen Missbrauch von Schutzbefohlenen. Parallel dazu suchte er in Online-Chats gezielt Kontakt zu Kindern. Er gab sich als Gleichaltriger aus, setzte Mädchen psychisch unter Druck – um an Nacktaufnahmen zu gelangen. Nicht alle kamen seinen Forderungen nach.

Missbrauch von eigenem Baby fotografiert

Die schwerste Tat beging der Mann nach der Geburt seiner Tochter im Jahr 2022. Als das Kind elf Monate alt war, vergewaltigte er es – und fotografierte die Tat. Erst 2024 wurde er gefasst, nachdem ein Hinweis bei den Ermittlern eingegangen war. Zu diesem Zeitpunkt hatte er sein Lehramtsstudium abgeschlossen und war bereits als Studienrat tätig, obwohl er mehrfach im Staatsexamen durchgefallen war. Nach einer Razzia und der Sicherstellung kinderpornografischen Materials kam er in Untersuchungshaft. Seinen Beamtenstatus wird er durch die Verurteilung verlieren.

Vielleicht verpasst