Riad (Saudi-Arabien) – Es ist der dritte Angriff innerhalb von einer Woche auf den internationalen Flughafen der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Und der bis dato tödlichste! Bei einem erneuten Raketen-Angriff der Huthi-Miliz auf den King Khalid International Airport sind diesmal mindestens zwölf Menschen getötet und 309 weitere verletzt worden. Das teilte die saudi-arabische Luftfahrtbehörde in der Nacht zum Sonntag mit.
Ein US-Amerikaner unter den Todesopfern
Unter den Todesopfern befinden sich demnach vier Menschen aus Saudi-Arabien, zwei aus Bangladesch sowie jeweils eine Person aus den USA, Ägypten, Jordanien, Syrien sowie aus dem Sudan und den palästinensischen Gebieten.
Schon zu den ersten beiden Angriffen hatte sich die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz bekannt. Diplomatenkreise machen die Terroristen auch für die Attacke vom Samstag verantwortlich. Die Rakete schlug am Samstagnachmittag am Flughafen ein, wie die Luftfahrtbehörde bestätigte. Der Flugbetrieb wurde vorerst eingestellt.
Der Flughafen von Riad war bereits am Donnerstag getroffen worden. Dabei wurden nach saudi-arabischen Angaben drei Menschen getötet und ein Flugzeug beschädigt. Deutschland und andere westliche Länder raten inzwischen von einer Nutzung des Flughafens ab.
Saudi-Arabien unterstützt Bodenoffensive im Jemen
Hintergrund der Angriffe ist die militärische Eskalation zwischen den Huthis und den von Saudi-Arabien unterstützten Regierungstruppen im Jemen. Die Huthis kämpfen seit mehr als einem Jahrzehnt gegen die international anerkannte Regierung des Jemen. Saudi-Arabien fliegt dabei immer wieder auch Luftangriffe im Nachbarland. So auch derzeit, um eine Bodenoffensive der jemenitischen Regierung zu unterstützen. Die Terror-Miliz hatte daraufhin den saudi-arabischen Luftraum zum militärischen Operationsgebiet erklärt. Zuletzt konnten die Terroristen strategisch wichtige Gebiete für sich gewinnen.
USA denken über Eingreifen nach
US-Präsident Donald Trump (80) sagte im Weißen Haus vor Reportern: „Wir haben gerade von dem jüngsten Angriff erfahren.“ Die USA würden über ein mögliches Eingreifen entscheiden, sagte Trump, ohne Details zu nennen.