Austin (Texas) – Er hat 13 Menschen auf einem Militärstützpunkt getötet und 32 weitere verletzt. Dafür wurde Nidal Malik Hasan, früher Major und Arzt der US-Armee, zum Tode verurteilt. Bald wird die Strafe vollstreckt – und die Welt kann dabei zusehen. Die Hinrichtung des Amokläufers soll live übertragen werden. Das Pentagon bestätigte entsprechende Aussagen von US-Kriegsminister Pete Hegseth.
Erste Hinrichtung durch US-Militär seit mehr als 60 Jahren
Am 3. Dezember ist es so weit: Dann soll Hasan um 13 Uhr (Ortszeit) durch ein Erschießungskommando auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas hingerichtet werden. Es ist die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961 und die erste Hinrichtung eines US-Soldaten durch ein Erschießungskommando seit dem Zweiten Weltkrieg.
Hasan (heute 56) wird dort sterben, wo er am 5. November 2009 das Leben von 13 unschuldigen Menschen auslöschte. Der frühere Psychiater der Armee rief in einem Sanitätsgebäude „Allahu Akbar“ („Gott ist groß!“) und eröffnete das Feuer mit einer Pistole, die mit einem Laserzielgerät ausgestattet war. Sein Motiv? Nach eigenen Angaben lief er Amok, weil seine Kameraden in Afghanistan Krieg gegen Muslime führten. Hasan tötete so lange, bis er selbst angeschossen und verletzt wurde. Ein Militärgericht verurteilte ihn vier Jahre später zum Tode, US-Präsident Donald Trump (80) hatte die Vollstreckung des Urteils am 2. Oktober genehmigt.
Hegseth: „Solche Taten haben schwerwiegende Konsequenzen“
Eine öffentliche Hinrichtung gab es in den USA seit fast 100 Jahren nicht mehr. 1936 wurde im Bundesstaat Kentucky ein Mann vor Tausenden Schaulustigen gehängt. Warum also nun diese Entscheidung? Kriegsminister Hegseth sagte dem rechtskonservativen US-Sender Real America’s Voice: „Es war ein radikal-islamistischer Angriff aus den eigenen Reihen. Deshalb wird er von einem Erschießungskommando aus Soldaten hingerichtet, so wie es sein sollte. Und wir werden sicherstellen, dass die Menschen zusehen können. Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.“
Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der die Debatte über die Todesstrafe in den USA neu entfacht wurde. Auslöser war die gescheiterte Hinrichtung von Mörderin Christa Pike im Bundesstaat Tennessee.