Die umstrittene Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun (25) sorgt für den nächsten Eklat! Nachdem die Fifa die automatische Rot-Sperre des Angreifers vor dem WM-Achtelfinale gegen Belgien aufgehoben und zur Bewährung ausgesetzt hatte, wächst der internationale Widerstand weiter. Nach Berichten über ein mögliches Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump (80) und Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) meldet sich nun auch die Uefa mit scharfer Kritik zu Wort.
Uefa macht der Fifa schwere Vorwürfe!
In einer außergewöhnlich deutlichen Stellungnahme erklärt der europäische Fußballverband: „Die gestrige Entscheidung, die Umsetzung der einjährigen Bewährung der automatischen Sperre von einem Spiel nach der Roten Karte für den Spieler Folarin Balogun, überschritt eine rote Linie.“
Die Uefa verweist darauf, dass die automatische Sperre nach einer Roten Karte eindeutig geregelt sei und keinerlei Ermessensspielraum zulasse: „Fußball, wie jede andere Sportart, stützt sich auf Regeln, die die Grundlage für fairen, ehrlichen und transparenten Wettbewerb bilden. Manchmal sind Regeln interpretationsoffen. In diesem Fall nicht. Eine minimale automatische Sperre von einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine diskretionäre Option und bedarf keiner Entscheidung einer zuständigen Stelle, um in Kraft zu treten.“
Besonders kritisch sieht der Verband den Zeitpunkt der Entscheidung: „Es handelt sich um ein Prinzip, das in den Vorschriften verankert ist und das nicht von Ausnahmen abhängig gemacht werden kann, erst recht nicht mitten in einem Turnier, in dem mehrere andere Spieler in derselben Situation waren und regelmäßig ihre Sperre abgesessen haben.“
Die UEFA warnt vor den Folgen für den gesamten Wettbewerb: „Wenn die Gewissheit der Regeln nicht mehr von ihren Hütern garantiert wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben. Eine solche Entscheidung schafft einen Präzedenzfall im laufenden Turnier, in dem ähnliche Situationen nun eine gleiche Behandlung erfordern – zum Nachteil des Wettbewerbs.“
Zum Abschluss findet der Verband besonders klare Worte: „Fußball ist der beliebteste Sport der Welt, weil es ein schönes Spiel ist und weil Vertrauen darin herrscht, dass es überall mit denselben Gesetzen gespielt wird. Wir äußern unser Unglauben über eine solche beispiellose, unverständliche und ungerechtfertigte Entscheidung.“
Mit der öffentlichen Kritik verschärft sich der Streit zwischen UEFA und FIFA um den Fall Balogun weiter.