Washington – In weniger als drei Wochen wählt Amerika einen neuen Kongress. Die „Midterms“, die Zwischenwahlen am 3. November, entscheiden auch über die letzten beiden Jahre der Präsidentschaft von Donald Trump (80)! Die Kernfragen: Können die Republikaner den Machtverlust in Washington doch noch verhindern? Oder verwandeln siegreiche Demokraten Trumps Amtszeitfinale mit einer Flut von Ermittlungen in eine einzige Abrechnung?
Umfragen machen Demokraten Hoffnung
Ein wichtiges Barometer für die Stimmungslage liefern Umfragen. Und die sind für die Trumps Republikaner düster – an allen Fronten! BILD macht den „Polls“-Check. Gleich vorweg: Bei der Parteipräferenz liegen die Demokraten mit 8,5 Prozentpunkten deutlich vor Trumps Republikanern. Weitere Details:
- Im Repräsentantenhaus („House“) werden alle 435 Sitze neu gewählt: Laut Berechnungen von Polit-Umfrageguru Nate Silver (48) liegen die Chancen einer demokratischen Machtübernahme dort bei 93 Prozent. Heißt: Die Republikaner können hier nur noch auf ein politisches Wunder hoffen …
- Im Senat stehen 35 der insgesamt hundert Sitze zur Wahl: Hier müssten die Demokraten einen größeren Rückstand (derzeit 45 zu 53 Sitze, plus 2 Unabhängige) aufholen. Die Chancen einer Machtübernahme liegen laut „Decision Desk HQ“ mit 56 Prozent daher niedriger. Ermutigend für die „Dems“ aber: Ihre Kandidaten haben plötzlich auch in Republikaner-Hochburgen wie Texas und Ohio Chancen.
Trump stürzt sich voll in den Wahlkampf
Offiziell steht Trump nicht auf dem Stimmzettel – doch praktisch dreht sich alles um ihn! Der Präsident hat sich voll in den Wahlkampf gestürzt, will seine MAGA-Anhänger mobilisieren. Doch gleichzeitig droht Trumps Unbeliebtheit, republikanische Kandidaten mit in den Abgrund zu ziehen – während die Demokraten die Wahlen zum Referendum über die Trump-Ära machen.
Trumps Popularitätswerte sind tatsächlich düster: Nur noch 38,4 Prozent der Befragten stimmen seiner Amtsführung zu, 59,5 Prozent lehnen sie ab, so der „RealClearPolling“-Umfrageschnitt. Bei der Bekämpfung der Inflation vertrauen laut einer „Financial Times“-Umfrage weniger als 20 Prozent dem Weißen Haus, bei Jobs und Wirtschaft stehen nur 25 Prozent hinter Trump. Beides sind aber Top-Themen im Wahlkampf!
Präsident macht schlechte Zahlen als „Fake“ herunter
Und auch diese Zahlen bereiten republikanischen Strategen Sorgen: Die Wahlbegeisterung bei den Konservativen liegt im Keller. Nur 30 Prozent der Trump-Wähler von 2024 zeigen sich laut Umfragen motiviert, an die Wahlurne zu gehen. Bei Demokraten-Wählern aus 2024 sind es 48 Prozent.
Und was sagt Trump? Für ihn sind die Umfragen alle „fake“ …