In gleich zwei Verfahren am Bundesverfassungsgericht geht es in dieser Woche um die Erbschaftsteuer. Während die bayerische Staatsregierung erreichen will, dass die Gesetzgebungskompetenz bei der Erbschaftsteuer zu den Ländern wandert und die Preisentwicklung und regionale Unterschiede stärker berücksichtigt werden, geht es in einem zweiten Verfahren um die Sonderbehandlung von Unternehmenserbschaften. Geklagt hat ein Mann, der Wertpapiere und Immobilien geerbt hatte und darauf rund 50.000 Euro Steuern zahlen sollte. Das Bundesverfassungsgericht muss nun der Frage nachgehen, ob der Unterschied zwischen einem solchen privaten Erbe und einem Firmenerbe verfassungsgemäß ist. Viele Erben von Unternehmen zahlen nämlich deutlich weniger Steuern, wenn sie das Unternehmen unter bestimmten Regeln weiterführen. Unabhängig von Verhandlungen in Karlsruhe hatten schon die Wirtschaftsweisen in ihrem Jahresgutachten gefordert, dass die Erbschaftsteuer reformiert und unterschiedliche Vermögensarten ausgeglichener belastet werden sollten. Muss die Erbschaftsteuer politisch neu verhandelt werden und wie sähe eine faire Lösung aus? Antworten auf diese Fragen hat Uwe Jean Heuser, Weltwirtschaftskorrespondent der ZEIT.
US-Präsident Donald Trump hat am Wochenende den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj attackiert und einen Führungswechsel in der Ukraine gefordert. Außerdem forderte er, dass die Ukraine die Angriffe auf russische Ölraffinerien einstellen soll. Damit reagierte er auf Kritik Selenskyjs an Trumps Dieseldeal mit Russland. Diesel ist in den USA im Vergleich zum Vorjahr um 70 Prozent teurer geworden. Die gestiegenen Kosten sind ein entscheidendes Thema bei den Wahlen zum US-Kongress Anfang November. Am Sonntagabend kündigte Trump dann eine »Energiewaffenruhe« zwischen der Ukraine und Russland an. Die beiden beteiligten Kriegsparteien bestätigten die Meldung zunächst nicht. Die Ereignisse der letzten Tage ordnet Heike Buchter, US-Korrespondentin der ZEIT in New York City, ein.
Und sonst so? Stadtbäume sind hitzeresistenter als ihre Artgenossen auf dem Land.