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Wegen Betrugsfällen: EU ermittelt gegen Reiseportal Booking.com

Wegen Betrugsfällen: EU ermittelt gegen Reiseportal Booking.com
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Brüssel – Betrugsalarm beim Reise-Riesen Booking.com! Die EU-Kommission ermittelt gegen die Buchungsplattform wegen Tausender gefälschter Hotelanzeigen und möglicher Sicherheitslücken beim Schutz persönlicher Kundendaten. Der Verdacht: Booking.com unternimmt nicht genug, um Urlauber vor Betrügern zu schützen.

Die Masche: Kriminelle bieten auf der Plattform Hotels oder Ferienwohnungen an, die gar nicht existieren oder ihnen überhaupt nicht gehören. Wer darauf hereinfällt, riskiert, für eine Unterkunft zu bezahlen, in der er niemals übernachten kann.

Eine EU-Beamtin sprach von Tausenden falschen Anzeigen in ganz Europa. Selbst Booking.com habe einen rasanten Anstieg betrügerischer Inserate festgestellt. Nach vorläufiger Einschätzung der EU geht das Unternehmen bislang nicht ausreichend dagegen vor.

Gefahr durch falsche Zahlungsaufforderungen

Auch persönliche Daten der Urlauber stehen im Fokus der Ermittler. Die EU prüft, welche Informationen Booking.com an Hotelanbieter weitergibt und ob diese ausreichend geschützt sind. Denn geraten Kundendaten in die Hände von Betrügern, können diese damit täuschend echte Nachrichten verschicken – etwa mit gefälschten Zahlungsaufforderungen. Wer den Kriminellen glaubt, kann viel Geld verlieren. „Europäerinnen und Europäer sollten ihren Urlaub buchen können, ohne Angst vor Betrügern haben zu müssen“, erklärte EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen.

Doch damit nicht genug! Die Kommission untersucht auch, ob Booking.com bezahlte Platzierungen in seinen Suchergebnissen ausreichend als Werbung kennzeichnet. Hotelanbieter können gegen Bezahlung weiter oben erscheinen. Für Urlauber muss erkennbar sein, dass solche Treffer möglicherweise wegen einer Zahlung besonders prominent angezeigt werden.

Booking.com droht eine saftige Strafe! Bestätigen sich die Vorwürfe, kann die EU ein Bußgeld von bis zu sechs Prozent des weltweiten Jahresumsatzes verhängen. Das Unternehmen mit Sitz in Amsterdam kündigte an, konstruktiv mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten. Die Untersuchung soll in den kommenden Monaten laufen.

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