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Überraschungsauftritt: Gerhard Schröder in Moskau gesichtet

Überraschungsauftritt: Gerhard Schröder in Moskau gesichtet
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Moskau – Überraschender Auftritt von Gerhard Schröder (81, SPD) in Moskau! Der frühere Bundeskanzler hält sich derzeit in der russischen Hauptstadt auf. NTV-Korrespondent Rainer Munz entdeckte den SPD-Politiker im Hotel Kempinski. Was Schröder dort genau macht, bleibt bislang ein Rätsel.

Die Sichtung kommt zu einem interessanten Zeitpunkt: Bereits am Mittwoch startet in St. Petersburg das Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF), bei dem erstmals seit Beginn von Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine wieder deutsche Unternehmer offiziell vertreten sind. Auch mehrere AfD-Politiker werden erwartet.

Putin wollte Schröder als Vermittler

Für zusätzliche Brisanz sorgt ein Vorstoß von Kremlchef Wladimir Putin (73). Er hatte Schröder kürzlich als möglichen Vermittler im Ukraine-Krieg ins Gespräch gebracht. In Europa stieß das auf massive Ablehnung.

EU-Chefdiplomatin Kaja Kallas (48) machte in Brüssel deutlich: „Wenn wir Russland das Recht geben würden, in unserem Namen einen Verhandlungsführer zu benennen, wäre das nicht sehr klug.“ Mit Blick auf Schröders enge Verbindungen nach Moskau sagte sie weiter, dieser sei ein hochrangiger Lobbyist russischer Staatsunternehmen gewesen. Deshalb sei klar, warum Putin ihn wolle: „Dann säße er gewissermaßen auf beiden Seiten des Tisches.“

Auch aus Kiew kam eine klare Absage. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha (51) erklärte zu einem möglichen Vermittlereinsatz Schröders: „Wir unterstützen das nicht.“ Es gebe „viele andere würdige Führungspersönlichkeiten“, die für die EU verhandeln könnten.

Umstrittene Putin-Freundschaft

Schröder steht seit Jahren wegen seiner engen Beziehung zu Putin in der Kritik. Noch 2014 feierte er nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim seinen 70. Geburtstag gemeinsam mit dem Kremlchef in Russland. Selbst nach Beginn der russischen Vollinvasion 2022 blieb er zunächst für russische Energiekonzerne tätig.

Deutsche Wirtschaft kehrt zurück

Deutsche Unternehmer wagen vorsichtige Schritte zurück auf die russische Bühne. Zu den Teilnehmern des deutsch-russischen Business-Dialogs gehören unter anderem der russische Agrarunternehmer Stefan Dürr (62) sowie Globus SB-Warenhaus-Manager Thomas Bruch (76). Nach Angaben der Kammer sind noch rund 1600 deutsche Unternehmen in Russland aktiv.

Auch mehrere AfD-Politiker machen sich auf den Weg nach Russland. Der Bundestagsabgeordnete Markus Frohnmaier (35) erklärte vor seiner Abreise: „Deutschland braucht eine Politik, die Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und die Interessen der eigenen Bürger wieder stärker in den Mittelpunkt stellt.“ Nach Angaben der Organisatoren werden auch der sächsische AfD-Landeschef Jörg Urban (61), der Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré (55) sowie der Europaabgeordnete Petr Bystron (53) erwartet.

Vom 3. bis 6. Juni empfängt Putin die Gäste des Wirtschaftsforums persönlich. Auf dem Programm steht auch eine Veranstaltung über Kultur als Brückenbauer in Krisenzeiten. Mit dabei sein sollen unter anderem Dirigent Justus Frantz (82), Verleger Holger Friedrich (60) sowie Filmemacher Hubert Seipel (76). Die große Frage bleibt jedoch: Welche Rolle spielt Gerhard Schröder in diesem Moskauer Konzert?

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