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Brisanter Gesetzesentwurf in den USA: Saust die Mercedes-Aktie diese Woche runter?

Brisanter Gesetzesentwurf in den USA: Saust die Mercedes-Aktie diese Woche runter?
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Washington (USA) – Die Stimmung ist bei Mercedes wegen schwacher China-Geschäfte, der Elektrowende und des harten Wettbewerbs ohnehin angespannt. Jetzt sorgt ein Vorstoß aus den USA für neue Unruhe. Vergangene Woche hat ein umstrittener Gesetzentwurf im US-Repräsentantenhaus eine wichtige Hürde genommen. Im Extremfall könnte Mercedes wegen seiner chinesischen Großaktionäre vom US-Markt ausgeschlossen werden. Das könnte milliardenschwere Folgen für Geschäft und Aktie haben.

„Feindliche Staaten“: China, Russland und Nordkorea

Im US-Kongress werden derzeit der „Motor Vehicle Modernization Act of 2026“ und „Connected Vehicle Security Act of 2026“ beraten. Die Gesetze sollen den Einfluss Chinas auf die US-Autoindustrie begrenzen. Eine Regelung in dem Gesetzespaket würde Hersteller mit größeren Beteiligungen aus „feindlichen Staaten“ wie China, Russland oder Nordkorea vom US-Markt ausschließen. Genau hier gerät Mercedes ins Visier. Die chinesische BAIC Group hält 9,98 Prozent der Stimmrechte, Geely-Gründer Li Shufu weitere 9,69 Prozent – zusammen fast 20 Prozent. Die Schwelle im Entwurf liegt bei 15 Prozent. Heißt: Würden die Gesetze in Kraft treten, könnte Mercedes erst mal keine Fahrzeuge mehr in den USA produzieren, verkaufen oder importieren.

Mercedes-Aktie würde unter Druck geraten

Christian Röhl, Chef-Ökonom von Scalable Capital, spricht von einem möglichen Belastungsfaktor für die Aktie. Sollten die Gesetzentwürfe tatsächlich in ihrer jetzigen Form verabschiedet werden, müssten Investoren die Umsatz- und Gewinnperspektiven des Konzerns neu bewerten. „Ein Ausschluss vom US-Markt wäre demzufolge eine Art ‚Super-GAU‘ für Mercedes-Benz“, so Röhl zu BILD. Noch sei das zwar ein Extremrisiko. Die Debatte könne aber zusätzlichen Druck auf die Aktie ausüben. „Das könnte der nächste Nackenschlag für Mercedes sein.“

Auf BILD-Anfrage erklärt Mercedes: „Wir beobachten aktuell die Situation.“ Da es nur Gesetzesentwürfe seien, sei es zu früh, sich dazu im Detail zu äußern. Man stünde „aber in engem Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, um die Einzelheiten der Gesetzgebung zu verstehen“.

Für Jürgen Matthes vom Institut der deutschen Wirtschaft in Köln reicht die Bedeutung des Falls weit über Mercedes hinaus: „Die Initiative ist ein weiteres Zeichen, dass die Weltwirtschaft immer mehr in getrennte Sphären zwischen den rivalisierenden Großmächten auseinanderbricht.“

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