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Friedrich Merz trifft nach Gerüchten um „Kanzlertausch“ auf Hendrik Wüst

Friedrich Merz trifft nach Gerüchten um „Kanzlertausch“ auf Hendrik Wüst
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Meschede – Am Montag wird es ernst zwischen Friedrich Merz (70, CDU) und Hendrik Wüst (50, CDU). Nach dem großen „Kanzlertausch“-Zoff trifft Merz (CDU) ausgerechnet in Wüsts Revier auf den beliebten Landeschef – bei einer seit Monaten geplanten, zweitägigen Klausurtagung des CDU-Landesverbands im sauerländischen Meschede. Merz hat als CDU-Bundesvorsitzender zugesagt und wird als Gast eine Rede halten. Es ist sein Wahlkreis.

Um 11 Uhr empfängt Wüst den Kanzler vor einem Tagungshotel am Hennesee. Der Name des Hauses: „Welcome Hotel“. Eigentlich sollte das Treffen hinter verschlossenen Türen stattfinden. Doch wegen der tagelangen Spekulationen über einen möglichen „Kanzlertausch“ ist das Interesse größer als geplant.

Auch BILD hatte von Gedankenspielen in der Unionsspitze berichtet, ob Merz noch in dieser Legislatur durch einen anderen ersetzt werden könnte. Dabei fiel auch der Name Wüst. Merz verdächtigt Wüst persönlich, hinter den Gerüchten zu stecken. Sein Umfeld ließ gegen die „wüste Spekulation“ donnern. Das sei „gefährliche“ Zündelei, hieß es.

Wüst nennt Spekulationen „Quatsch“

Wüst wies die Spekulationen als „Quatsch“ zurück und sagte Merz inzwischen seine volle Unterstützung zu. Zuvor hatte er die Debatte allerdings auch nicht deutlich gestoppt, sondern laufen lassen. Aus dem Umfeld von Wüst erfuhr BILD, dass der Landespolitiker derzeit gar kein Interesse an Merz’ Job in Berlin hat. Sein Fokus liege auf Nordrhein-Westfalen.

Inhaltlich soll es bei der Klausurtagung darum gehen, die Landtagswahl im April 2027 vorzubereiten. Eingeladen sind Abgeordnete aus NRW, die im Bundestag, im Düsseldorfer Landtag oder im Europaparlament sitzen. Auch der CDU-Landesvorstand mit Wüst an der Spitze nimmt teil.

Unbeliebtheit von Merz macht Sorge

Ob Merz in seiner Rede auch die „Kanzlertausch“-Debatte ansprechen wird, ist fraglich. Für die NRW-CDU kann die Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung aber durchaus zum Problem im Wahlkampf werden. Insbesondere Merz wird von manchem wegen seiner Unbeliebtheit – letzter Platz im INSA-Politikerranking – eher als Belastung wahrgenommen.

Dass der Name Wüst als Alternative genannt wird, ist kein Zufall: Als NRW-Landeschef ist er die natürliche Nummer zwei der CDU in der Kanzlerfrage und laut INSA aktuell auch der beliebteste Unions-Politiker.

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