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Gewitterband teilt Deutschland in zwei Hälften

Gewitterband teilt Deutschland in zwei Hälften
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Der meteorologische Sommerbeginn am 1. Juni ist vielerorts buchstäblich ins Wasser gefallen. Statt Sonne dominiert Regen das Bild – und ein Ende ist nicht in Sicht: Experten warnen vor einer Gewitterfront, die mit Starkregen und Sturm durch Deutschland fegt.

Auf BILD-Anfrage erklärt Klimatologe Dr. Karsten Brandt: „Das Tief Nesrin beschäftigt uns ordentlich: Es hat fünf Milliarden Kubikmeter Wasser im Schlepptau!“ Neben Regen blühen deshalb in Deutschland auch heute erneut stellenweise kräftige Gewitter: „Wieder richtig Remmidemmi mit ordentlichen Wassermengen!“

So warm wird es trotz Unwetter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) kündigt „Gewitter mit Unwetterpotenzial“ an. Die Temperaturen sollen im Schnitt um die 20 Grad betragen. „In Gewitternähe besteht die Gefahr von Sturmböen“, heißt es.

Wo in Deutschland am meisten Regen fällt

Besonders heftig wird es laut Dr. Brandt in Baden-Württemberg und im südlichen Rheinland-Pfalz: „Da sind in drei Stunden schon mal bis zu 30 Liter pro Quadratmeter möglich.“ Ursache: eine klassische Kaltfront, die über dem Atlantik Wasser aufgenommen hat und sich nun über Deutschland entlädt. „Ab dem frühen Nachmittag wird’s richtig kriminell – dann auch über Bayern, Hessen, Thüringen bis nach Hamburg.“

„Die höchste Temperatur wird im Laufe des Tages mit 27 Grad heute wohl Berlin bekommen“, tippt der Wetterexperte. „In München könnten es bis zu 25 Grad werden.“ Weil der überwiegende Rest am Mittag schon im Regen steckt, gibt es andernorts wohl nur um die 20 Grad – oder kühler. Dr. Brandt warnt: „Nicht vergessen, die Fenster zu schließen.“

Wann kommt die Sommerhitze?

Die gute Nachricht: „Es bleibt zwar in den nächsten Tagen wechselhaft, aber das Azoren-Hoch versucht reinzukommen. Am Samstag könnte es dann schöner werden. Und am Sonntag klettert das Thermometer dann vielleicht sogar wieder bis auf 28 Grad.“ Ob das dann von Dauer ist und der Sommer in die Gänge kommt, bleibt aber abzuwarten. „Da kommt bestimmt noch was nach. Aber es sieht trotzdem nicht schlecht für die nächste Woche aus. Das Hoch von den Azoren mischt dann wieder mit.“

Warum uns die Gewitter länger begleiten

Auch die Prognose von Diplom-Meteorologe Dominik Jung für Dienstag lässt Sonnen-Anbeter aktuell nicht jubeln: „Von Westen schiebt sich tagsüber ein zusammenhängendes Gewitterband über die Republik, das sich am Nachmittag zunächst über den westlichen Landesteilen entlädt und dann Stunde um Stunde weiter nach Osten zieht. Mit dabei ist alles, was eine ordentliche Gewitterlage hergibt: kräftige Sturmböen, Hagel und intensiver Starkregen!“

Lokal könne alles das sogar in den Unwetterbereich kippen – mit größeren Hagelkörnern und orkanartigen Böen! Das Problem: „Die Gewitter ziehen nicht zügig durch, sondern trödeln.“ Die üble Folge: Wenn eine kräftige Zelle nur langsam vorankommt oder gar an Ort und Stelle stehen bleibt, dann lädt sie ihren ganzen Wasservorrat über einer einzigen Region ab.

Gegenüber BILD warnt Jung: „In wenigen Minuten können dann enorme Mengen herunterkommen.“ Eine unberechenbare Kiste: Denn leider könne kein Wettermodell solch kleinräumige Zellen exakt vorhersagen.

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