Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) – Dieses Bild könnte recht schnell zu einem echten Kultfoto werden! Eine Oma läuft entspannt mit ihrem Rollator eine Straße im Kreis Euskirchen entlang, die Einkaufstasche sicher im Korb verstaut. Plötzlich zuckt ein rotes Licht auf. Die Seniorin wurde geblitzt – mit 42 km/h?
Die Kreispolizeibehörde Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) teilte das Foto in den sozialen Medien. Die Beamten nannten es eine „Geschwindigkeitskontrolle mit unerwartetem Highspeed-Moment“. Was war passiert? Anfang Mai führte die Polizei eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Ein Kastenwagen raste mit 42 km/h durch eine 30er-Zone. Doch der Fahrer hatte Glück.
Die Seniorin rettete den Raser
„Im entscheidenden Moment lief eine Seniorin mit ihrem Rollator durchs Bild“, schreiben die Beamten. Das Kennzeichen des rasenden Fahrzeugs ist auf dem Foto nicht zu erkennen. Der Fahrer kommt ohne Strafe davon.
Die Polizei zeigte sich amüsiert: „Im ersten Augenblick sah es fast so aus, als hätte die Dame gerade einen neuen Rollator-Geschwindigkeitsrekord aufgestellt oder wolle persönlich gegen Usain Bolt antreten.“ Die Frau selbst schien von der Radarfalle wenig beeindruckt gewesen zu sein. Laut Polizei schaute sie auf dem Foto völlig entspannt. „Ganz so, als wären spontane Fotoaufnahmen bei Geschwindigkeitskontrollen für sie Alltag.“
Polizei mahnt trotz Schmunzeln
Die wahre Legende des Tages habe eindeutig vier Räder, eine Einkaufstasche und absolute Gelassenheit, so ihr Fazit. Doch die Polizei im Kreis Euskirchen warnt: „Gerade dort, wo Tempo 30 gilt, zum Beispiel im Bereich von Kindergärten, Schulen oder Wohngebieten, hat das einen guten Grund.“
Schon wenige Kilometer pro Stunde mehr können im Ernstfall entscheidend sein, so die Behörde. Der Bremsweg verlängere sich deutlich. Die Bitte der Polizei: „Bitte halten Sie sich an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten!“